Hilfsgüter für die Ukraine
Spenden vor Ort abgeliefert

Vor Ort halfen polnische Kräfte beim Entladen der Hilfsgütertransporter. Die Pulheimer konnte sich selbst ein Bild von der Lage im Polnisch-ukrainischen Grenzgebiet machen.
  • Vor Ort halfen polnische Kräfte beim Entladen der Hilfsgütertransporter. Die Pulheimer konnte sich selbst ein Bild von der Lage im Polnisch-ukrainischen Grenzgebiet machen.
  • Foto: Christian Dietzel

Nach fast 3.000 Kilometern und knapp 30 Stunden Fahrtzeit sind die freiwilligen Helfer von dr Pulheimer Pflege- und Deioniorenbetreuung „Ein Herz für Menschen“ vergangene Woche aus Polen zurückgekehrt.

Pulheim (hs). „Wir haben anstrengende Tage hinter uns. Aber die Aktion war ein toller Erfolg, nicht zuletzt, weil wir tatkräftig unterstützt wurden. Sei es beim Sortieren und Verladen, mit eigenen Spenden oder sogar in Person als Fahrer und Unterstützung vor Ort. Dafür, dass wir sehr kurzfristig diese durchaus komplex zu organisierende und mental herausfordernde Hilfsaktion angesetzt hatten, ist alles fantastisch gelungen“, resümiert Christian Dietzel, Geschäftsführer von „Ein Herz für Menschen.

Wenn man eine solche Aktion ins Leben ruft, übernimmt man Verantwortung. Man erhält größtenteils werthaltige Sachspenden oder auch sogar Geldspenden. Was noch schwerer wiegt, ist das in die Helfer gesetzte Vertrauen der Menschen, die einem diese Spenden anvertraut haben. Von Menschen, wie der älteren Dame, die am Tag der Spendensammlung eine Geldspende im Couvert nur mit den Worten „Dankeschön, dass Sie dies tun“ überreichte, oder Menschen, wie dem jungen Cedric, der in seiner Grundschule zur Spendensammlung aufgerufen hat und das Taschengeld von sich und seinen Mitschülern für den Kauf von Hilfsgütern verwendete.

Am Ende startete ein Konvoi mit vier komplett beladenen Transportern in Richtung Polen, der nach eineinhalb Tagen die Stadt Przemysl erreichte. „Auf der Straße konnten wir viele polnische Spenden- und Hilfstransporte erkennen. Auch ein paar Deutsche, Belgier, Franzosen, Italiener und auch Engländer sind uns begegnet. Dabei waren es sowohl Hilfslieferungen als auch Busse, die die Menschen vor Ort abholen und in andere Städte bringen sollten“, so Dietzel.

Vor Ort unterstützten polnische Helfer die Pulheimer beim Abladen der Hilfsgüter: „Eine wirklich anstrengende Arbeit und man kann nur den Hut vor diesen Menschen ziehen, da diese seit Tagen nichts anderes gemacht haben, als Dutzende Transportfahrzeuge, LKWs, etc. auszuladen.“

Der vierte Transporter war von Anfang an nicht für das Endziel Przemysl bestimmt. Der Fahrer, Wiktor, eine ehemalige Betreuungskraft von Ein Herz für Menschen sowie gebürtiger Ukrainer, hatte sich kurz vorher von der Pulheimer Helfern verabschiedet und sich in Richtung Ukraine aufgemacht. Dort wollte er die Sachspenden noch näher im Krisengebiet abliefern und, falls die Möglichkeit geboten würde, auch Menschen mit zurück nach Köln nehmen.

Mit dem guten Gefühl im Bauch, alles vollständig und unversehrt abgeliefert zu haben, traten Christian Dietzel und seine Helfer schließlich die Rückreise an.

Ein umfangreicher Bericht von der Hilfsaktion mit vielen Fotos ist im Internet zu finden: WWW.HERZLICHE-PFLEGE.DE/UEBER-UNS/UKRAINE

Redakteur:

Holger Slomian aus Hürth

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