Fairer Tag in Pulheim
Frisches Popcorn aus dem Solarkocher

Der Solarkocher kam zwar nicht zum Laufen, die Organisatoren waren aber dennoch zufrieden: Rosi Barner, Reinhold Hahn, Andreas Mahlke, Britta Himmelsbach, Volker Mönikes und Ulrike Lohr.
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  • Der Solarkocher kam zwar nicht zum Laufen, die Organisatoren waren aber dennoch zufrieden: Rosi Barner, Reinhold Hahn, Andreas Mahlke, Britta Himmelsbach, Volker Mönikes und Ulrike Lohr.
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Zum ersten Mal luden der Pulheimer Weltladen und die Pfarrgemeinde
St. Kosmas und Damian zum Fairen Tag ins Pfarrzentrum an der
Hackenbroicher Straße ein.

PULHEIM. Unter dem Motto „Fair Konkret“ informierten Fachleute
nach zwei Gottesdiensten über ihre Erfahrungen bei verschiedenen
Projekten in Afrika und an anderen Krisenorten weltweit.
Die meisten Besucher gehören der katholischen Pfarrgemeinde in
Pulheim an und kamen direkt nach der Messe ins Pfarrhaus. Nach dem
Genuss eines zum Teil sehr exotischen Buffets mit Quinoa-Salat,
Avocado-Cashew-Creme oder peruanischen Empanadas begleitet von
südamerikanischen Klängen des Musikers Carlos Morales informierten
sich die Besucher über Möglichkeiten des fairen Handels und einer
fairen Technik.
Mit vielen Bildern von ihren Projektreisen veranschaulichte Britta
Himmelsbach von Miseroer, dem bischöflichen Hilfswerk, das Menschen
nach dem Prinzip Hilfe zu Selbsthilfe unterstützt, von der Bedeutung
des Wassers in Afrika.
„Das ist kein Museumsdorf sondern Realität“, schärfte
Himmelsbach ihren Zuhörern ein. Während man früher vor allem den
Zugang der Menschen zum Wasser ermöglichen wollte, ginge es heute
darum, gesundes Wasser bereitzustellen. „Schwierig ist nicht die
technische Realisierung, sondern die Bewirtschaftung danach“, sagte
Himmelsbach. 

Neben Volker Mönikes von der Deutschen Gesellschaft für
internationale Zusammenarbeit (GIZ), der in Pulheim wohnt und in der
Flüchtlingshilfe aktiv ist, sprach Ulrike Lohr von Oikocredit
darüber, wie Mikrokredite einen fairen Handel sichern und wie sich
jeder einzelne dort einbringen kann.
Sie stellte drei verschiedene Projekte in Bolivien, Paraguay und
Sambia vor, die mit Mikrokrediten von Oikocredit unterstützt wurden.
Nach den Vorträgen konnten Interessierte sich genauer bei den
Referenten informieren lassen oder Foto-Filme über Wasserprojekte in
Peru und einen Kurzfilm über Fairen Handel anschauen.
Die Idee zu einem Fairen Tag hatte Reinhold Hahn vom Peru-Kreis
gemeinsam mit Mitarbeitern des Weltladens. „Es gibt hier vor Ort
verschiedene Initiativen. Diese wollten wir in einer Mini-Messe
bündeln und sie in einem netten Rahmen mit gutem Essen und Musik den
Pulheimern vorstellen“, so Hahn. Die „geballte Expertise auf einem
Raum“, kam beim Publikum gut an. Um die 100 Besucher informierten
sich im Pfarrsaal über die Projekte. Nur die Gruppe der lokalen
Agenda 21 hatte mit ihrem Vorhaben leider Pech. Der Extra im Innenhof
aufgebaute Solarkocher, der frisches Popcorn für die Gäste liefern
sollte, kam bei dem wolkenbedeckten Himmel leider nicht zum Laufen.

- Magdalena Marek

Der Solarkocher kam zwar nicht zum Laufen, die Organisatoren waren aber dennoch zufrieden: Rosi Barner, Reinhold Hahn, Andreas Mahlke, Britta Himmelsbach, Volker Mönikes und Ulrike Lohr.
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RAG - Redaktion

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