Rußfrei in die Zukunft abheben
Ein Funke Wissenschaft für umweltfreundlichere Triebwerke

Flugzeuge stoßen Ruß aus – mit Hilfe moderner Forschung aber immer weniger. | Foto: motive56 - stock.adobe.com
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Sauberer, effizienter, zukunftsfähiger: Seit über 30 Jahren arbeiten das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Rolls-Royce Deutschland erfolgreich zusammen. Ihre Forschung bringt Triebwerke hervor, die nicht nur leistungsstark, sondern auch deutlich umweltfreundlicher sind. Jetzt setzen die Partner neue Maßstäbe für die Luftfahrt der Zukunft.

Köln. Was heute am Himmel leiser und sauberer fliegt, hat oft seinen Ursprung in einer langen Erfolgsgeschichte am Boden: Seit über 30 Jahren arbeiten das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Rolls-Royce Deutschland Hand in Hand an innovativen Antriebstechnologien.

Jüngstes Ergebnis dieser Partnerschaft ist die neue Pearl-Triebwerksfamilie, deren moderne Brennkammern Schadstoffemissionen deutlich reduzieren – ein Meilenstein, an dem viele kluge Köpfe beteiligt waren.
Im Rahmen mehrerer Projekte des Luftfahrtforschungsprogramms (LuFo), gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, verbesserten DLR-Forscherinnen und -Forscher die Kraftstoffeinspritzung und nahmen die komplexe Rußbildung in der Brennkammer unter die Lupe. Mit feinster Lasermesstechnik beobachteten sie die Vorgänge tief im Inneren der Triebwerke, während parallel Abgase analysiert und Emissionen dokumentiert wurden.

„Rolls-Royce und das DLR verbindet eine außergewöhnlich fruchtbare Partnerschaft“, sagt Dr. Jörg Au, Director Engineering Technology & Safety bei Rolls-Royce. „Sie ist einer der Gründe, warum unsere Triebwerke heute weltweit an der Spitze stehen.“

Auch das DLR-Institut für Verbrennungstechnik lieferte entscheidende Bausteine: In generischen Hochdruckflammen entstanden hochpräzise Messdaten, die Rolls-Royce zur Weiterentwicklung seines Simulationscodes Precise-UNS nutzte – während das DLR mit dem Code ThetaCOM zugleich eigene Softwarelösungen vorantrieb.

In einer Brennkammer kann die Verbrennung genau unter die Lupe genommen werden. | Foto: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)
  • In einer Brennkammer kann die Verbrennung genau unter die Lupe genommen werden.
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Dass alleine Veränderungen große Auswirkungen haben können, zeigt gerade die empfindliche Rußbildung. Hier half die frühe Analyse, die Grundlagen für die schadstoffärmeren Technologien von morgen zu legen.
Und die Reise ist noch lange nicht zu Ende: Gemeinsam forschen DLR und Rolls-Royce weiter an der Rußbildung nachhaltiger Flugkraftstoffe (Sustainable Aviation Fuels) und entwickeln Injektoren, die das Kerosin der Zukunft effizienter zerstäuben.

„Durch die langjährige Zusammenarbeit können wir Innovationen schneller und gezielter vorantreiben“, erklärt Prof. Florian Herbst, Direktor des DLR-Instituts für Antriebstechnik. „So gestalten wir die Luftfahrt nachhaltiger und sicherer – schon heute für die Welt von morgen.“

Flugzeuge stoßen Ruß aus – mit Hilfe moderner Forschung aber immer weniger. | Foto: motive56 - stock.adobe.com
In einer Brennkammer kann die Verbrennung genau unter die Lupe genommen werden. | Foto: DLR (CC BY-NC-ND 3.0)
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EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln

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