Tipps zum Igelschutz
Unsere Igel benötigen dringend Hilfe
- NABU-Vorsitzender Christoph Buchen dankt Igelexpertin Sarah Noll für ihren Fachvortrag.
- Foto: Buchen
Morsbach (red). Immer weniger Insekten kleben an den Windschutzscheiben der Autos, und auch überfahrene Igel und Eichhörnchen sind seltener zu sehen. Doch das ist nach Einschätzung der oberbergischen Igelexpertin Sarah Noll keine erfreuliche Entwicklung. Bei der Jahreshauptversammlung des NABU Morsbach erläuterte sie, dass die Tiere seltener geworden seien und deshalb auch weniger häufig dem Straßenverkehr zum Opfer fielen. Am Beispiel des Igels schilderte die Expertin die aktuelle Situation im Oberbergischen.
Igel seien vielfältigen Gefahren ausgesetzt. Neben dem Straßenverkehr können ihnen Mähroboter, Gartenteiche ohne Flachwasserzonen, tiefe Kellerschächte und Brauchtumsfeuer zum Verhängnis werden. Gleichzeitig zeigte Sarah Noll Möglichkeiten auf, wie Gartenbesitzer den Tieren mit einfachen Maßnahmen helfen können.
So empfiehlt sie, im Garten eine „wilde Ecke“ mit reichlich Laub und Versteckmöglichkeiten zu belassen. Gartenzäune sollten einen Durchlass zum Nachbargrundstück bieten, damit sich die Tiere frei bewegen können. Mähroboter sollten nachts nicht eingesetzt werden. Auch bei Martins- und Osterfeuern ist Vorsicht geboten: Kurz vor dem Anzünden sollten die Holzstapel umgeschichtet werden, damit darin versteckte Igel nicht zu Schaden kommen. Zusätzlich können Schlaf- und Futterhäuser im Garten aufgestellt werden.
Vor dem Vortrag hatte der NABU-Vorsitzende Christoph Buchen bei der Versammlung über die Aktivitäten der vergangenen beiden Jahre berichtet. Zudem kündigte er neue Veranstaltungen für 2027 in Morsbach an.
Wer Igel beobachtet hat oder sich näher über den Schutz der Tiere informieren möchte, kann sich an die Biologische Station Oberberg oder den NABU Oberberg wenden und dort ein Faltblatt anfordern. Kontakt ist per E-Mail unter oberberg@bs-bl.de oder igelhilfe@nabu-oberberg.de möglich.
LeserReporter/in:Christoph Buchen aus Morsbach |