Mechernich und Skarszewy
Partner seit zehn Jahren

Im Rathaus von Skarszewy posierten (v.l) Magdalena Forc-Cherek, Sekretärin der Gemeinde, Sabina Spierewka, Schatzmeisterin, Bürgermeister-Stellvertreter Egbert Kramp, Skarszewys Bürgermeister Jazek Pauli, Dr. Peter Schweikert-Wehner, Vorsitzender Bildungs-, Kultur- und Sozialausschuss, Sabine Sommer und Claudia Schulte, Freundeskreis Mechernich-Skarszewy, sowie Stadtrats-Vorsitzender Stefan Troka und die Leiterin der Abteilung Investitionen, Martyna Gali fürs Gruppenbild.  | Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress
  • Im Rathaus von Skarszewy posierten (v.l) Magdalena Forc-Cherek, Sekretärin der Gemeinde, Sabina Spierewka, Schatzmeisterin, Bürgermeister-Stellvertreter Egbert Kramp, Skarszewys Bürgermeister Jazek Pauli, Dr. Peter Schweikert-Wehner, Vorsitzender Bildungs-, Kultur- und Sozialausschuss, Sabine Sommer und Claudia Schulte, Freundeskreis Mechernich-Skarszewy, sowie Stadtrats-Vorsitzender Stefan Troka und die Leiterin der Abteilung Investitionen, Martyna Gali fürs Gruppenbild.
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Mechernich (sis). Mechernich und die polnische Stadt Skarszewy sind seit dem 25. Juni 2016 offiziell verschwistert. Zum zehnjährigen Bestehen der Städtepartnerschaft reiste Anfang Juli eine Delegation aus Mechernich in die Partnerstadt. Mit dabei waren der stellvertretende Bürgermeister Egbert Kramp, Dr. Peter Schweikert-Wehner als Vorsitzender des Bildungs-, Kultur- und Sozialausschusses sowie Sabine Sommer und Claudia Schulte vom Freundeskreis Mechernich-Skarszewy.

Bürgermeister Michael Fingel würdigte das Jubiläum als besonderen Anlass. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Städtepartnerschaft seit zehn Jahren besteht und auf gegenseitigem Vertrauen, Wertschätzung und einem guten Miteinander basiert. Möge unsere Freundschaft auch weiterhin wachsen und viele Menschen in beiden Städten miteinander verbinden!“

Der Besuch begann mit einem Empfang im Rathaus von Skarszewy. Dort überreichte Peter Schweikert-Wehner Bürgermeister Jacek Pauli ein Gastgeschenk der Stadt Mechernich: ein Gemälde der Gottesmutter Maria in einem Goldrahmen. Das Bild geht auf ein Motiv von Fra Angelico zurück und stammt aus einer im Jahr 2000 angefertigten Serie, die von Papst Johannes Paul II. gesegnet wurde. Einer der Gründe für die Auswahl des Geschenks sei die besondere Bedeutung des polnischen Papstes in Polen und die enge Verbindung der Städtepartnerschaft zur Communio in Christo.

Die Wurzeln der Partnerschaft reichen bis ins Jahr 2009 zurück. Damals besuchte eine Delegation aus Skarszewy unter dem damaligen Bürgermeister Dr. Dariusz Skalski das Mechernicher Rathaus. 2012 reisten erstmals Vertreter aus Mechernich in die spätere Partnerstadt. Vermittelt wurden die Kontakte durch den Ordo Communionis in Christo und Teresa Swieca von der Communio in Christo in Skarszewy.

Während ihres Aufenthalts erhielt die Delegation Einblicke in die Entwicklung der rund 7.000 Einwohner zählenden Stadt. Besichtigt wurden unter anderem eine Schule, ein Kindergarten mit Therapie- und Sinnesräumen sowie eine neue, barrierefrei gestaltete Sporthalle. Ein weiterer Programmpunkt führte die Gäste in die Dombasilika von Pelplin und in das dortige Diözesanmuseum, das die einzige originale Gutenberg-Bibel Polens beherbergt.

Auch kulturelle und persönliche Begegnungen kamen nicht zu kurz. Die Delegation nahm am traditionellen Sommerfest „Sobótki Skarszewskie“ teil und unternahm eine Fahrradtour rund um den Borówno-See. Den Abschluss bildeten ein Besuch des Nationalmuseums sowie ein kurzer Aufenthalt im Ostseebad Sopot.

„Der Besuch machte deutlich, wie lebendig und wertvoll die inzwischen zehnjährige Städtepartnerschaft zwischen Mechernich und Skarszewy ist“, zog Claudia Schulte vom Freundeskreis Mechernich-Skarszewy Bilanz. Die Entwicklung der polnischen Partnerstadt und die Gastfreundschaft der Gastgeber hätten bleibende Eindrücke hinterlassen.

Eine wichtige Rolle für die Partnerschaft spielt seit Jahren der Jugendaustausch. Bereits 2014 fand der erste Schüleraustausch statt, organisiert vom Freundeskreis Mechernich-Skarszewy. Bis heute reisen Schülerinnen und Schüler der Mechernicher Gesamtschule regelmäßig nach Polen. Unterstützt wird das Projekt unter anderem vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk und der Bürgerstiftung der Kreissparkasse Euskirchen.

Sabine Sommer, Vorsitzende des Freundeskreises, sieht darin einen wichtigen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis. „Es ist wunderschön zu sehen, wie rasch auf beiden Seiten die Vorurteile dahinschmelzen“, sagt sie. Die Erfahrungen zeigten immer wieder, wie leicht Menschen trotz Sprachbarrieren miteinander in Kontakt kommen können.

Auch die Corona-Pandemie habe die Verbindung nicht dauerhaft unterbrochen. Der Freundeskreis zählt heute mehr als 50 Mitglieder und beteiligt sich regelmäßig an Veranstaltungen in Mechernich. Gäste aus den Partnerstädten sind bei städtischen Festen immer wieder willkommen.Für die Zukunft zeigen sich beide Seiten optimistisch. Die Gegeneinladung von Bürgermeister Michael Fingel an seinen polnischen Amtskollegen Jacek Pauli steht bereits im Terminkalender. Zudem lädt der Freundeskreis Mechernich-Skarszewy für Samstag, 20. September, zu einem Grillnachmittag mit kleiner Wanderung ein. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.mechernich-skarszewy.de sowie per E-Mail an kontakt@mechernich-skarszewy.de.

Redakteur/in:

Signe Mai Slomian aus Pulheim

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