Spielplätze
Späte Sanierung, weil angeblich kein Bedarf besteht
- Nur ein paar „traurige Wipptiere“ und eine Tischtennisplatte Foto: Hermans
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von Hans-Willi Hermans
Vor etwa zehn Jahren hatten die Anwohner für eine Sanierung des Pauliplatzes Unterschriften gesammelt. Die Neugestaltung ist bereits geplant – allerdings nur für den Parkbereich. Für den Spielplatz gab’s zwischenzeitlich nur einige Sitzbänke, die Tischtennisplatte wurde erneuert und zwei „etwas traurige Wipptiere“ wurden an den von Unkraut überwucherten Sandkästen aufgestellt, wie Nachbarn an die Geschäftsstelle Anregungen und Beschwerden
schreiben. Daneben fänden Besucher auf dem Platz nur noch die verrottenden Fallschutzplatten eines „vor etwa 15 Jahren“ entfernten Spielgeräts mit Kletterteil und Rutsche vor.
Im Übrigen seien sie mit dem Einsammeln von Kippen und Flaschen beschäftigt, die Alkohol trinkende Erwachsene achtlos auf den Spielplatz werfen, heißt es in der Beschwerde der Anwohner weiter. Eine beliebte Katzen- oder Hundetoilette sei der Platz auch. Dabei spielten am Nachmittag, am frühen Abend, aber auch am Wochenende viele Kinder und Erwachsene gern an der Tischtennisplatte: „Es bilden sich Warteschlangen.“ Deshalb schlagen die Nachbarn vor, eine zweite Tischtennisplatte aufzustellen, und für die Kleinen wieder ein Spielgerät. „Vielleicht wäre es ja sogar möglich, eine Boule-Bahn einzurichten, es spielen auch einige Familien Boule oder Boccia auf dem Platz.“
Schon vor Jahren hätten sie sich mit ihrem Anliegen an die Verwaltung gewandt, dort aber nur erfahren, dass die Sanierung dieses Spielplatzes „keinerlei Dringlichkeit“ habe und es an Architekten für die notwendigen Planungen fehle. Momentan sieht es offensichtlich nicht viel besser aus: „Der Spielplatz Pauliplatz ist für eine Neugestaltung zumindest bis 2030 nicht vorgesehen, da der Bedarf im Vergleich zu vielen anderen Kölner Gebieten ziemlich gering ist“, teilt das Amt für Kinder, Jugend und Familie mit. Nur etwa drei Gehminuten vom Pauliplatz entfernt befinde sich mit dem Spielplatz Geilenkircher Straße/Paulistraße eine „sehr gut ausgebaute“ und beliebte Alternative. Auch der Spielplatz Stolberger Straße/Geilenkircher Straße sei nur sechs Gehminuten entfernt.
Für die Aufstellung einer zweiten Tischtennisplatte oder der Einrichtung einer Boulebahn auf dem Pauliplatz sieht die Verwaltung derzeit keine Chance. Unter Umständen könnten aber ein Bodentrampolin und eine Balancieranlage eingerichtet werden. Zur Klärung der Einzelheiten werde die Verwaltung mit den Nutzern, etwa den Tagesmüttern, in Kontakt treten,
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |