Leverkusener Jägerschaft
Vierte Kitzrettungs-Saison erfolgreich abgeschlossen
- Wird ein Kitz entdeckt, kommt es in eine Tragebox. Foto: Dirk Riedel
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Leverkusen. Die Leverkusener Jägerschaft zieht auch im inzwischen vierten Jahr, in welchem die Kitzrettung mit Drohnenunterstützung stattfand, eine positive Bilanz. Die Kitzretter werden aktiv, da der erste Schnitt der Wiesen durch die Landwirte in die Setzzeit der Rehe fällt. Da bei den Kitzen in den ersten Lebenswochen der Fluchtinstinkt noch nicht vorhanden ist und sie bei Gefahr regungslos im hohen Gras verharren, bedeutet das Mähwerk für viele dieser Jungtiere den sicheren Tod. Der mähende Landwirt hat kaum eine Chance, die Tiere in ihrer Deckung zu sehen.
Das Kitzrettungsteam der Leverkusener Jägerschaft verfügt über vier Drohnen, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sind. Damit wurden an 51 Einsatztagen mit 45 Helfern insgesamt 277 Wiesen mit einer Gesamtfläche von mehr als 550 Hektar abgeflogen. Dies entspricht einer Verdoppelung sowohl bei den Wiesen als auch bei der Fläche im Vergleich zum Vorjahr. Grund dafür ist, dass immer mehr Landwirte von diesem für sie kostenlosen Angebot der Jägerschaft Gebrauch machen. Die Teams sind inzwischen so eingespielt, dass das erhöhte Arbeitspensum mit unveränderter Technik und gleichbleibender Helferzahl bewerkstelligt werden konnte.
Zum Vorgehen erläutert der Leiter der Kitzrettung, Dirk Riedel: „Die Landwirte melden sich bei der Jägerschaft, wann welche Wiesen gemäht werden. Daraufhin werden kurzfristig die Helferteams zusammengestellt. Während der Drohnenpilot die Wiese abfliegt, beobachtet eine weitere Person, ob ein Kitz auf dem Bildschirm der Drohnensteuerung erscheint. Ist dies der Fall, machen sich Läufer mit Handschuhen, Keschern und Kisten auf den Weg und sichern das Tier. Aus der Tragebox am Feldrand wird das Kitz nach dem Mähen wieder in die Freiheit entlassen. Meist hält sich die Ricke bereits in der Nähe auf und führt ihr Junges in Bereiche, wo noch genügend Deckung zu finden ist.“
Es konnten wie im Vorjahr 25 Kitze aus den Wiesen getragen werden. Erstmals wurde gezählt, wie viele Kitze bei Annäherung selbständig flüchteten, dies waren 28 Jungtiere. Neben Kitzen konnten Fasanenküken und ein Entengelege vor dem Ausmähen bewahrt werden. Erfreut zeigt sich Dirk Riedel, dass die Absprache mit den Landwirten und Jagdpächtern inzwischen so eingespielt ist, dass durch das vertrauensvolle Miteinander die Abläufe reibungslos Hand in Hand gehen.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |