100 Jahre Pilgerheim Weltersbach
Drei Tage wird im „Dorf“ gefeiert
- Die Gründungsveranstaltung. Foto: Archiv Weltersbach
- hochgeladen von Angelika Koenig
Leichlingen. Das Diakoniewerk Weltersbach feiert sein 100-jähriges Jubiläum und dies gleich mit drei Tagen voller Musik, Begegnungen und Gemeinschaft im Pilgerheim Weltersbach, Weltersbach 9. Start ist am Freitag, 19. Juni, um 19.30 Uhr, mit einem Konzert mit Lothar & Margarete Kosse. Im Anschluss trifft man sich zum Ausklang in und am Dorfcafé. Lothar und Margarete Kosse lieben es, gemeinsam Musik zu machen.Ihre Konzerte sind fein unplugged gehalten und leben vom Gesang und einer geschmackvoll gespielten Akustikgitarre, hin und wieder bereichert durch Flöte, Claviola und Percussion.
Ihre emotionalen und tiefgründigen Songs lassen den Blick weit werden ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren. Sie sind mal kraftvoll, mal zart, aber immer authentisch und voller Leidenschaft. Margarete und Lothar erschaffen durch Ihre Musik immer wieder Momente, in denen das Herz leicht wird und die Seele aufatmet. Musik über das Leben. Klänge, Worte und Bilder für Sichtbares und Unsichtbares. Auf der Erde und im Himmel.
Am Samstag, 20. Juni, steht zunächst ab 10 Uhr der Festakt zum 100-Jährigen auf dem Programm. Festredner sind NRW-Innenminister Herbert Reul, Landrat Arne von Boetticher und Bürgermeister Maurice Winter. Ab 12 Uhr steigt das Dorffest mit bunten Attraktionen, Live-Bands und vielen Essensständen. Mit einem Festgottesdienst in der Christuskirche um 10 Uhr findet das Jubiläumsfest 100 Jahre Diakonie Weltersbach Leichlingen seinen Abschluss. Es spricht Dr. Maximilian Zimmermann, Generalsekretär des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Für die musikalische Umrahmung sorgt Werner Hucks.
Zur Geschichte
Das Pilgerheim Weltersbach wurde im Jahr 1926 von den Evangelisc–Freikirchlichen Gemeinden im Rheinland und in Westfalen gegründet. Maßgeblich an der Gründung des Diakoniewerkes war Pastor Ernst Merten aus Wuppertal beteiligt, der auch in den ersten Jahren die Heimleitung des Pilgerheims Weltersbach wahrnahm. Das große Gelände ermöglichte die Führung eines Gartenbaubetriebes und einer Landwirtschaft, die dazu beitragen sollten, die Selbstversorgung des Pilgerheimes sicherzustellen. Dieses Konzept hat sich bis Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts bewährt, musste dann aber nach und nach aufgegeben werden, weil die Bewohner des Pilgerheims immer älter wurden und nicht mehr in dem Umfange mithelfen konnten, wie es zu Beginn des Werkes möglich war. Nach dem 2. Weltkrieg erlebte das Pilgerheim Weltersbach einen großen Aufschwung, verbunden mit reger Bautätigkeit, um vielen Flüchtlingen eine Heimat bieten zu können.
Die Gründer des Pilgerheim Weltersbach wählten als Namensbestandteil ganz bewusst die Bezeichnung „Pilgerheim“, um damit anzudeuten, dass die Menschen nur Gast auf Erden, also unterwegs zur „Ewigen Heimat“ sind. Seit 2025 leitet Ralf Beyer das Pilgerheim Weltersbach.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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