Wettbewerbe statt Gefechte
Traditioneller Rathaussturm in Oberpleis
- Gefährlich drohend und mit einer Kanone bewaffnet schritten die Karnevalisten, angeführt von den Blauen Funken der Narrenzunft, in Richtung Rathaus.
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Oberpleis. In diesem Jahr sollte der Rathaussturm nicht ganz so friedlich ablaufen wie in den vergangenen zwei Jahren. Bürgermeisterin Heike Jüngling warb noch bibbernd am Rathaus Hilfstruppen aus dem Stadtrat und der „Famillich“ für den Verteidigungsfall - der Kämmerer habe aufgrund leerer Kassen gekniffen - und jammerte: „Das wird nicht einfach werden“. Da kündete schon Kanonendonner aus dem Ortszentrum den Überfall an. In langer Reihe zogen die Königswinterer Tollitäten der Berg- und Talregion, angeführt von den Blauen Funken der Narrenzunft Oberpleis, mit sämtlichen Karnevalsgesellschaften der Stadt drohend in Richtung Rathaus - entschlossen, die Herrschaft über die Stadt zu übernehmen. Dort wurden sie von den tanzenden Ratsmitgliedern und Verwandten und Bekannten der Bürgermeisterin auf der Bühne erwartet. Doch anstatt der erwarteten Gefechte um den Rathausschlüssel bot die Bürgermeisterin den kampfbereiten Karnevalisten als Alternative an, die beiden in einem Luftballon und einer Pinata versteckten Rathausschlüssel bei kleinen Wettbewerben zu gewinnen. Aus den ersten Wettbewerben ging das Siebengebirgsprinzenpaar Arno I. und Christine II. siegreich hervor und errang somit den ersten Schlüssel. Den zweiten Schlüssel gewann der Oberhauer Kinderprinz Mika I. ruck-zuck mit einem kräftigen Schlag auf die Pinata. Anschließend wurde der Sieg der Jecken über die Stadtverwaltung ausgiebig gefeiert.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Christa Gast aus Königswinter |