Kältealarm: Köln hilft
Winterhilfe schützt bis Ende März
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Wenn die Temperaturen in Köln in den nächsten Tagen weiter fallen, wird die Nacht auf der Straße schnell lebensgefährlich. Genau deshalb erinnert die Stadt jetzt noch einmal an ihre Winterhilfe. Seit dem 1. November 2025 läuft das Angebot und bleibt bis zum 31. März 2026 bestehen.
Das Ziel ist klar: Menschen ohne Dach über dem Kopf sollen in der kalten Jahreszeit nicht allein gelassen werden, wenn Nässe, Frost oder Schnee zusetzen. Gerade bei extremer Kälte suchen auch Menschen Schutz, die sonst draußen schlafen und Hilfsangebote meiden.
Herzstück der Winterhilfe ist das Gelände an der Ostmerheimer Straße 220. Dort können obdachlose Frauen und Männer nicht nur übernachten, sondern sich auch tagsüber aufhalten – warm, geschützt und ohne Hürden. Insgesamt stehen 72 Plätze zur Verfügung. Wer Hilfe braucht, kann einfach kommen oder wird von Sozialdiensten, Streetwork, Polizei, KVB, Ordnungsamt, Bahnhofsmission oder anderen Stellen dorthin vermittelt. Neben einem sicheren Schlafplatz gibt es hier auch ein warmes Mittagessen, Getränke, Duschen und die Möglichkeit, Wäsche zu waschen und zu trocknen. Schließfächer und Beratung gehören ebenfalls dazu. Ein Ort, an dem man für ein paar Stunden durchatmen kann, wenn draußen der Winter regiert.
Sobald es länger frostig wird, sind zudem die sogenannten Kältegänge unterwegs. Mitarbeiter der Stadt und der Wohlfahrtsverbände gehen abends gezielt dorthin, wo sich erfahrungsgemäß obdachlose Menschen aufhalten. Sie sprechen an, informieren und weisen auf die Angebote hin – abgestimmt mit Polizei, KVB und Ordnungsamt. Damit niemand übersehen wird, gibt es rund um die Uhr das Winterhilfetelefon des SKM unter 0221/56097310. Hinweise aus der Bevölkerung werden ernst genommen und schnell geprüft. Wer einen Menschen in akuter Gefahr sieht, sollte ohne Zögern den Notruf 112 wählen.
Auch an die Tiere wird gedacht. In Köln-Zollstock können Hunde von obdachlosen Menschen über Nacht in einem beheizten Zwinger untergebracht werden, versorgt mit Futter und Wasser. Fünf Plätze stehen pro Nacht bereit. Für viele Betroffene ist das ein wichtiger Schritt, um selbst ein warmes Bett annehmen zu können.
Die Botschaft an Köln ist eindeutig: Hinschauen hilft. Die Stadt hält Angebote bereit – jetzt kommt es darauf an, dass sie auch ankommen.
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |