Messanlagen sollen Unfälle verhindern
Neue Blitzer am Eifeltor und Herkulestunnel

Der Straßentunnel Herkulesstraße ist die Verlängerung der A57. Weil es dort sehr viele Geschwindigkeitsübertretungen gibt, installiert die Stadt nun auf beiden Seiten erstmals Anlagen zur Geschwindigkeitskontrolle.  | Foto: Uwe Weiser
  • Der Straßentunnel Herkulesstraße ist die Verlängerung der A57. Weil es dort sehr viele Geschwindigkeitsübertretungen gibt, installiert die Stadt nun auf beiden Seiten erstmals Anlagen zur Geschwindigkeitskontrolle.
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Zwei Kölner Autobahnabschnitte bekommen neue Blitzer – einer davon führt durch einen Tunnel, in dem die erlaubte Geschwindigkeit vielfach deutlich überschritten wurde. Auf der Kreisstraße 4 wurden Geschwindigkeiten von bis zu 220 Stundenkilometern gemessen. Auch am Eifeltor soll eine zusätzliche Anlage die Verkehrssicherheit erhöhen. Die Stadt setzt dabei auf stationäre Kontrollen und im Herkulestunnel zunächst sogar auf Brennstoffzellen als Stromquelle.

Auf der Autobahn 4 am Eifeltor und im Herkulestunnel an der Autobahn 57 sollen in den kommenden Wochen neue Geschwindigkeitsmessanlagen für mehr Sicherheit sorgen. Die Stadt Köln richtet die Blitzer im Auftrag der Autobahn GmbH ein beziehungsweise aus.
Am Brückenbauwerk „Eifeltor“ misst die Verwaltung bereits seit dem 18. Dezember 2025 die Geschwindigkeit. Grund dafür ist die temporäre Verkehrsführung vor der Anschlussstelle Köln-Klettenberg. Dort gibt es eine Schrankenanlage, außerdem ist der Streckenabschnitt wegen der straßenbaulichen Engpässe als Gefahrenstelle eingestuft. In Fahrtrichtung Olpe sollen deshalb Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden.
Dafür werden zwei Messsäulen errichtet. Eine überwacht die rechte und die mittlere Fahrspur, die zweite die linke Spur. Eine einzige Säule kann an dieser Stelle technisch nicht alle drei Fahrspuren erfassen. Den Strom liefert die Netzstromanlage der Schrankenanlage. Nach Abschluss der notwendigen Arbeiten sollen die Blitzer voraussichtlich Ende September 2026 in Betrieb gehen. Die Anlage wird zunächst bis zum 28. Februar 2027 gemietet. Für sechs Monate fallen Kosten von 49.600 Euro für alle Komponenten an.
Im vierten Quartal soll außerdem die Geschwindigkeitsüberwachung im Herkulestunnel starten. Die Kreisstraße 4 verbindet die Autobahn 57 mit der Innenstadt und die Innenstadt mit der Autobahn. In diesem Bereich hat es wiederholt Unfälle gegeben. Zwei Menschen kamen dort in den vergangenen zwölf Monaten bei Unfällen ums Leben. In fast allen Fällen war überhöhte Geschwindigkeit die Unfallursache.
Wie häufig zu schnell gefahren wird, zeigen Messungen mit Seitenradar. In Richtung Innenstadt wurde eine Verstoßquote von fast 77 Prozent festgestellt. Der Spitzenwert lag bei 206 Stundenkilometern – erlaubt sind dort 50. In Richtung Autobahn lag die Quote bei knapp 88 Prozent. Die höchste gemessene Geschwindigkeit betrug 220 Stundenkilometer.
Die Unfallkommission Köln hat die stationären Messanlagen ausdrücklich befürwortet. In dem Gremium arbeiten die Polizei Köln, die Bezirksregierung Köln, Straßen.NRW und die Stadt Köln zusammen. Die Blitzer sollen in beide Fahrtrichtungen auf der Kreisstraße 4 im Bereich des Herkulestunnels aufgestellt werden: in Richtung A 57 auf Höhe der Ausfahrt Ehrenfeld und in Richtung Innenstadt am Tunneleingang.
Damit die Anlagen möglichst schnell für mehr Sicherheit sorgen können, werden sie zunächst über Brennstoffzellen mit Strom versorgt. Ein Feststromanschluss steht bislang nicht zur Verfügung. Die Brennstoffzellen sollen bis zum 28. Februar 2026 gemietet werden. Die Gesamtkosten dafür betragen 149.000 Euro brutto.
Die vollständige Mitteilung der Verwaltung ist im Ratsinformationssystem der Stadt Köln unter „SessionNet | Erhöhung der Verkehrssicherheit auf der Kreisstraße (K4) im Bereich Herkulestunnel sowie Ausweitung der Geschwindigkeitsüberwachung auf der BAB 4 im Bereich Eifeltor“ abrufbar. (bn.)

Redakteur/in:

EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln

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