Seltene Großkatze
Leoparden-Baby im Kölner Zoo
- Blick in die Wurfhöhle der Leoparden.
- Foto: Kölner Zoo
- hochgeladen von Annie Kayser
Gute Nachrichten aus dem Kölner Zoo: Mitte Juli kam dort ein Persischer Leopard zur Welt. Für Leopardin „Mitra“, sieben Jahre alt, ist es der erste Nachwuchs überhaupt. Vater ist der zwölfjährige „Grom“. Ob es sich um ein Männchen oder Weibchen handelt, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Diese Information wird sich erst nach einigen Wochen klären lassen.
Rückzug als Prinzip
Um die Bindung zwischen Mutter und Jungtier nicht zu gefährden, halten sich sowohl das Pflegepersonal als auch Kater „Grom“ derzeit komplett fern. „Mitra“ zieht ihr Junges in einer geschützten Wurfhöhle im nicht-öffentlichen Bereich der Anlage groß. Dass der Vater in dieser Phase außen vor bleibt, entspricht dabei dem natürlichen Verhalten dieser Art in freier Wildbahn. Bis das Jungtier offiziell der Öffentlichkeit präsentiert wird, dürfte es noch rund drei Monate dauern
Trotzdem im Blick
Ganz ohne Beobachtung müssen die Pfleger aber nicht auskommen: Kameras in der Wurfhöhle liefern kontinuierlich Bilder, anhand derer sich die Entwicklung des Tieres verfolgen lässt. Besucherinnen und Besucher können diese Live-Aufnahmen übrigens ebenfalls verfolgen – ein Bildschirm dafür steht in der sogenannten „Tigerhöhle“, die zwischen den Anlagen von Löwen und Tigern liegt.
Bedeutung für den Artenschutz
Persische Leoparden zählen laut der Roten Liste der IUCN zu den stark gefährdeten Arten, ihre Population in freier Wildbahn nimmt weiterhin ab. Vor diesem Hintergrund kommt jeder Geburt in menschlicher Obhut eine besondere Bedeutung zu – sie leistet einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zum Erhalt der Art.
LeserReporter/in:Annie Kayser aus Köln |