Fakten und Gesundheitsschutz
Kölner Ratsfraktion unterstützt Verkehrsuntersuchung als Grundlage für eine verantwortungsvolle und rechtssichere Entscheidung
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Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die Folgen für den Autoverkehr, sondern auch die hohe Lärmbelastung der Anwohnerinnen und Anwohner, mögliche Verkehrsverlagerungen in benachbarte Wohngebiete sowie die rechtlichen Verpflichtungen der Stadt Köln. Mehrere Anwohnende haben wegen der Lärmbelastung bereits Klage vor dem Verwaltungsgericht erhoben.
Volt hält es deshalb für notwendig, mögliche Veränderungen umfassend zu prüfen, bevor eine weitreichende Entscheidung getroffen wird. Die vorgesehene Mikrosimulation soll unter anderem Ampelschaltungen, Verkehrsströme, Stauentwicklungen, Ausweichrouten und mögliche Veränderungen bei der Wahl der Verkehrsmittel untersuchen.
„Neue Daten durch eine Mikrosimulation bilden eine wichtige Grundlage, um langfristig Gesundheitsschutz gewährleisten zu können und möglichen Klagen von Anwohnenden vorzubeugen“, erklärt Sergen Belen, stellvertretender Fraktionsvorsitzender von Volt.
Die geschätzten Kosten der Untersuchung in Höhe von 270.000 Euro werden innerhalb der Kölner Politik kontrovers diskutiert. Während CDU und FDP/KSG die geplante Vergabe als zu teuer kritisieren, verweisen Volt, Grüne und Linke auf die bestehende Lärmproblematik und die rechtliche Verpflichtung der Stadt zum Handeln.
Auch der Verkehrsexperte Markus Friedrich von der Universität Stuttgart hält die veranschlagte Summe angesichts der Komplexität der Untersuchung grundsätzlich für nachvollziehbar. Neben aktuellen Verkehrszählungen seien technische Planungen, angepasste Ampelschaltungen und detaillierte Simulationen erforderlich.
Entscheidungen über zentrale Verkehrsachsen sollen weder ideologisch noch auf Grundlage unvollständiger Informationen getroffen werden. Stattdessen setzt die Fraktion auf überprüfbare Daten, langfristigen Gesundheitsschutz und eine vorausschauende Stadtentwicklung.
Der Mobilitätsausschuss der Stadt Köln wird sich am 22. September 2026 mit der geplanten Untersuchung befassen.
LeserReporter/in:Dirk Bachhausen aus Köln |
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