Karnevalseinsatz der Polizei
Weniger Jecke als sonst – Polizei nimmt bis 19 Uhr zwölf Personen in Gewahrsam

Polizei und Rettungsdienst am Einsatzort. Symbolbild. | Foto: etfoto - stock.adobe.com

Seit den frühen Morgenstunden ist die Polizei Köln für die Sicherheit der Feiernden in Köln und Leverkusen im Einsatz. Bis in den Nachmittag hinein hätten deutlich weniger Jeckinnen und Jecken als in den Vorjahren überwiegend friedlich gefeiert, teilte die Polizei mit.

Mit zunehmender Alkoholisierung seien die Einsatzkräfte vor allem in den bekannten Feier-Hotspots gefordert gewesen, um Streitigkeiten zu unterbinden. Seit etwa 18 Uhr seien an den üblichen Plätzen in Köln zudem starke Abwanderungstendenzen erkennbar.

Bis 19 Uhr nahm die Polizei nach eigenen Angaben zwölf Personen unter anderem zur Durchsetzung von Platzverweisen in Gewahrsam. Außerdem wurden erste Ermittlungen nach angezeigten sexuellen Belästigungen, Körperverletzungen und Diebstählen eingeleitet.

Unter anderem soll einer Frau in der Weidengasse das Mobiltelefon geraubt worden sein, das sie einem Mann kurz geliehen hatte. Der Mann soll das Gerät nicht zurückgegeben, die Frau mit einer Machete bedroht und anschließend die Flucht angetreten sein. Zudem ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachts einer Vergewaltigung unter Männern im Zülpicher Viertel: Einer von ihnen soll den anderen Mann zum Oralverkehr gezwungen haben. In allen Fällen stünden die Ermittlungen am Anfang, weitere Erkenntnisse lägen derzeit nicht vor.

Auch Gewalt gegen Einsatzkräfte beschäftigt die Polizei bereits: Ein Randalierer soll einem Zivilpolizisten, der Pöbeleien beenden wollte, einen Kopfstoß versetzt haben. Der Beamte wurde dabei so schwer im Gesicht verletzt, dass er nicht mehr dienstfähig war.

Redakteur/in:

EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln

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