Betrug mit Klimaanlagen im Netz
Fakeshops nutzen die Hitze aus: Polizei warnt vor Online-Fallen

Das Bild zeigt keine realen Personen. Symbolbild KI-generiert, kein echtes Foto. | Foto: KI-generiert mit ChatGPT/OpenAI
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Hohe Temperaturen treiben die Nachfrage nach günstigen Klimaanlagen im Internet. Genau das nutzen Betrüger offenbar verstärkt aus. Seit Montag, 29. Juni, gehen bei der Polizei Köln nach eigenen Angaben rund zehn Anzeigen pro Tag ein. Betroffene berichten, dass bestellte Ware entweder gar nicht geliefert wurde oder nur minderwertige Produkte ankamen.

In einem Fall schilderte ein 52 Jahre alter Mann aus Köln-Sülz den Ermittlern, er habe online eine Klimaanlage bestellt. Der Webshop habe auf ihn professionell gewirkt. Das Gerät kam jedoch nie bei ihm an. Die Polizei prüft nun, ob es sich um einen gefälschten Shop handelte.

Solche betrügerischen Internetseiten wirken auf den ersten Blick häufig seriös. Viele imitieren bekannte Marken oder Händler und locken mit besonders niedrigen Preisen. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass eingegebene persönliche Daten missbräuchlich genutzt werden, bis hin zum Identitätsdiebstahl.

Vor dem Hintergrund weiterer heißer Tage rät die Polizei Verbraucherinnen und Verbrauchern, beim Kauf von Klimageräten im Internet besonders vorsichtig zu sein. Misstrauen sei vor allem dann angebracht, wenn Angebote deutlich unter dem üblichen Marktpreis liegen.

Im Verdachts- oder Schadensfall rät die Polizei:

  • Shop-URL prüfen und Warn- beziehungsweise Prüfseiten zu möglichen Betrugsfällen nutzen
  • alle Belege sichern, etwa Screenshots, E-Mails und Bestellbestätigungen
  • sofort Kontakt mit der Bank oder dem Zahlungsdienstleister aufnehmen, um eine mögliche Rückbuchung prüfen zu lassen
  • Strafanzeige bei der Polizei erstatten
  • Zugangsdaten ändern, sofern diese im Bestellprozess eingegeben wurden

Zusätzlich empfiehlt die Polizei:

  • verdächtige Online-Angebote kritisch hinterfragen
  • besonders vorsichtig sein, wenn Preise deutlich unter dem üblichen Marktpreis liegen
  • Warnhinweise im eigenen Umfeld weitergeben
Redakteur/in:

EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln

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