Schließung des Bads abgewendet
Rat beschließt Haushalt, Erftlagune öffnet wieder
- Um die Zukunft des defizitären Vierjahreszeitenbades ist lange gestritten worden. Jetzt soll die Erftlagune erhalten bleiben, allerdings mit eingeschränkten Nutzungszeiten.
- Foto: Zingsheim
<b>Die Erftlagune soll künftig als Schul-, Vereins- und Ausbildungsbad, ergänzt um öffentliche Schwimmzeiten, erhalten bleiben.</b>
Kerpen (red). In der Sitzung am 30. Juni hat der Stadtrat stark verspätet den Haushalt für das laufende Jahr beschlossen. Damit endet die monatelange vorläufige Haushaltsführung, und die Stadtverwaltung ist wieder voll handlungsfähig, hieß es aus dem Rathaus.
„Dass der Haushalt nun endlich steht, freut mich sehr“, sagt Bürgermeister Thomas Jurczyk. „Der Rat kommt somit endlich seiner Verantwortung gegenüber der Verwaltung, aber auch den Bürgerinnen und Bürger nach.“
Ein weiteres zentrales Thema der Sitzung war die Zukunft der Erftlagune, um die wochenlang gestritten worden war. Der Rat folgte mehrheitlich einem gemeinsamen Antrag von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, BBK und UWG Fraktion, gegen die Stimmen von SPD, Die Linke, Piraten und Bürgermeister Thomas Jurczyk. Enthalten hat sich die FDP-Gruppe. Demnach öffnet das Bad künftig als Schul-, Vereins- und Ausbildungsbad, ergänzt um öffentliche Schwimmzeiten, etwa am Abend, an Wochenenden und in den Ferien. „Eine ersatzlose Schließung ist ausdrücklich ausgeschlossen“, erklärt die Stadtverwaltung den Beschluss.
Die Verwaltung strebt eine kurzfristige Öffnung zum Beginn der Sommerferien an. Voraussetzung dafür ist aber eine erfolgreiche Ausschreibung eines Sicherheitsdienstes. Sollte sich hier kein passendes Angebot ergeben, werde die Öffnung erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen können.
Für die langfristige Perspektive richtet der Rat einen „Runden Tisch Bäder“ ein. Dort soll bis zu den Beratungen für den Haushalt 2027 ein tragfähiges Zukunftskonzept für die Erftlagune entstehen, gemeinsam mit den Fraktionen, der Verwaltung sowie Vereinen, Schulen, der DLRG und weiteren Beteiligten.
Redakteur/in:Georg Zingsheim aus Kerpen |