Großeinsatz für Kerpener Feuerwehr
Feuer in leerstehendem Haus in Sindorf
- Gegen 3.35 Uhr wurden die Einsatzkräfte zunächst wegen einer unklaren Rauchentwicklung alarmiert, jedoch stand das Haus in Vollbrand.
- Foto: WP
Das Nachbargebäude, die frühere Gaststätte „Kneppchen“, war bereits abgebrannt.
Kerpen-Sindorf (red). Ein Feuer in einem leerstehenden Gebäude an der Erftstraße hat in der Nacht die Feuerwehr Kerpen beschäftigt. Gegen 3.35 Uhr wurden die Einsatzkräfte zunächst wegen einer unklaren Rauchentwicklung alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war eine deutliche Rauchentwicklung erkennbar. Nachdem weitere Notrufe eingegangen waren, wurde das Einsatzstichwort auf „Gebäudebrand“ erhöht. Neben der hauptamtlichen Wache wurden die Löschzüge Sindorf, Horrem und Götzenkirchen alarmiert.
Es handelt sich um das Wohnhaus, das noch neben der bereits abgebrannten früheren Gaststätte „Kneppchen“ steht. Beide Objekte sollten für ein Neubauprojekt abgerissen werden. In den Sozialen Medien wird über Brandstiftung spekuliert. Die Kerpener Feuerwehr hat sich dazu in ihrem ausführlichen Einsatzbericht nicht geäußert.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte hatte sich das Feuer bereits erheblich ausgebreitet. Die Feuerwehr leitete umgehend eine umfangreiche Brandbekämpfung von außen mit mehreren Strahlrohren sowie über die Drehleiter ein. Ein Trupp suchte unter Atemschutz das Gebäude nach Personen ab. Wegen der starken Brandausbreitung und der Gefahr eines Deckeneinsturzes musste der Innenangriff jedoch abgebrochen werden. Das Obergeschoss stand zu diesem Zeitpunkt bereits in Vollbrand.
Im weiteren Verlauf wurden zusätzliche Löschzüge sowie die Drohneneinheit der Feuerwehr Kerpen nachalarmiert. Die Drohne unterstützte die Einsatzleitung bei der Erkundung aus der Luft. Zur Atemschutzversorgung wurde außerdem ein Abrollbehälter der Feuerwehr Frechen angefordert. Für die Verpflegung und Logistik sorgten Einheiten aus Buir und Horrem.
Zur Unterstützung kam eine weitere Drehleiter der Feuerwehr Bergheim zum Einsatz. Außerdem wurde ein Fachberater des Technischen Hilfswerks hinzugezogen, um die Standsicherheit des Gebäudes zu beurteilen. Bürgermeister Thomas Jurczyk und Feuerwehrleiter Branddirektor Andre Haupts machten sich vor Ort ein Bild der Lage.
Unter der Leitung des B-Dienstes waren insgesamt 84 Einsatzkräfte im Einsatz. Während der Löscharbeiten stellte der Löschzug Brüggen den Brandschutz im übrigen Stadtgebiet sicher.
Redakteur/in:Georg Zingsheim aus Kerpen |