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Aus Alt wird Wert
10 Jahre Reparatur-Treff im Jugendzentrum Sindorf

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Zu diesem Anlass hat der Reparatur-Treff des Netzwerk 55plus ins Foyer des Kerpener Rathauses eingeladen.

Was vor 10 Jahren - inspiriert von der internationalen Repair Café Bewegung- bei einem lockeren Kaffeetreffen entstand, feiert nun 10-jähriges Bestehen, und so blicken neben Helmut Friese,Gerd Schäfer und Gerhard Beuscher 27 weitere aktive Mitglieder auf eine Zeit zurück, die neben den meist erfolgreichen Reparaturen auf einiges zurückblicken lässt. Das sind viele Bilder, viele Momente der Begegnungen, der Freude, manchmal auch der Trauer, viele Geschichten aber vor allem der Gemeinschaft.

Auf die Frage, ob man da nicht mit Stolz zurückblickt, antwortet Gerhard Beuscher zurückhaltend.

Stolz wüsste er nicht, „aber ich freue mich sehr, dass der Reparatur-Treff nun schon seit zehn Jahren besteht.“

Für ihn wie für die meisten eine Herzenssache.

Mit dem Mut, etwas Neues aufzubauen und dem Ziel, unterschiedlichen Gebrauchs- und Alltagsgegenständen wieder Leben einzuhauchen, trafen sich engagierte Kerpener Bürgerinnen und Bürger zum gemeinsamen Austausch, um dann im Mai 2016 mit dem ersten Reparatur-Treff zu starten.

Das Interesse und der Bedarf waren groß, mal ging es um die defekte Kuckucksuhr, den defekten Staubsauger, Mixer oder die defekte Nähmaschine.

„Repariert wurde alles, was auf den Tisch passte,“erzählt Helmut Friese mit einem Augenzwinkern, denn es kam vor, dass neben Kaffeemaschinen, Uhren oder anderen elektrischen Geräten auch die Nachfrage nach größeren Reparaturen gefragt war, wie beispielsweise die eines Motorrades. Mit seinen nunmehr 96 Jahren zählt er zu den ältesten des Reparatur-Treffs. Das Wissen des gelernten Elektromechanikers und späteren Ingenieurs war sehr gefragt. Wer nicht lange im Lexikon nachlesen wollte, ging zu Helmut.

Ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt sind die Begegnungen, die auf unterschiedlichen Ebenen stattfinden. Mal innerhalb des Reparatur-Treffs, aber auch die Begegnungen mit den „Kunden“. Menschen, die im Alltag sonst nie zueinander gefunden hätten, sind sich so begegnet. „Das fördert die Gemeinschaft und führt hier und da auch zu neuen Freundschaften,“ so Gerd Schäfer. Ihn verbindet eine tiefe Freundschaft zu seinem Namensvetter Gerhard Beuscher. „Sein unglaubliches Wissen, seine Ideen und sein Kampfgeist faszinieren mich und treiben mich gleichzeitig an“, so Gerd Schäfer im Gespräch.

Er ist der Sprecher des Reparatur-Treffs. Sein Ziel ist es, eigene Räumlichkeiten zu finden. Das erspart zum einen den ständigen Transport und Aufbau des benötigten Equipments und bietet die Möglichkeit zusätzlicher Arbeitsstunden. Ob für Reparaturen oder zum Aufbau des Nachwuchses. Denn ein großes Thema ist die Vernetzung zwischen jung und alt. Das Wissen der älteren Generation an die jüngere Generation weiterzugeben. Nicht jeder Jugendliche hat zu Hause oder anderswo die Möglichkeit, sich auszuprobieren.

So ist aktuell auch ein gemeinsames Projekt mit dem Europa Gymnasium Kerpen geplant, welches sich gemeinsam mit der langjährigen Lehrerin des Europa Gymnasiums, Frau Löwe-Lopez, in Planung befindet.

Nicht außer Acht zu lassen, die Einsparung natürlicher Ressourcen und die Verringerung der Abfallberge. Jedes Teil, welches wieder funktionstüchtig in den Alltag integriert werden kann, spart Müll. Häufig erfüllt sich damit auch ein Herzenswunsch, denn hinter vielen Dingen, die zum Reparatur-Treff kommen, steckt eine Geschichte.

Die Ausstellung erfolgt in Anlehnung an den deutschlandweiten Ehrentag, der durch den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier anlässlich des 77. Geburtstages des Grundgesetzes am 23. Mai 2026 ausgerufen wurde und von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt unterstützt wird.

Bis zum 29. Mai 2026 ist die Ausstellung noch im Foyer des Rathauses zu besichtigen. Ein Besuch lohnt sich und wer sich angesprochen fühlt, ist herzlich willkommen, mitzumachen.

LeserReporter/in:

Michaela Mohnert aus Kerpen

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