Auch auf dem Balkon
Mit einfachen Mitteln wertvolle Lebensräume für gefährdete Arten schaffen
- hochgeladen von Roman Neier
Selbst der kleinste Balkon kann zu einem Rückzugsort für Schmetterlinge, Wildbienen und viele andere Insekten werden. Mit der richtigen Pflanzenauswahl und einer naturnahen Gestaltung lässt sich die Artenvielfalt selbst in einem Balkonkasten fördern.
Das ist einfach. Sie brauchen nur wenige Dinge zu beachten.
Richtiger Standort
Sonnenliebende Pflanzen benötigen möglichst viele Sonnenstunden, während anderen Blumen schattige Balkone bevorzugen. Wenn Sie auf den richtigen Standort achten, schaffen Sie beste Bedingungen für Pflanzen und ihre tierischen Besucher.
Torffreie Blumenerde
De Wahl der Erde spielt eine wichtige Rolle. Wenn Sie bei Blumenerde darauf achten, dass sie kein Torf enthält, tragen Sie zum Schutz wertvoller Moorlandschaften bei. Diese speichern eine große Mengen Kohlendioxid und dienen zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum.
Insektenfreundliche Blumen
Bei der Pflanzenauswahl sind einfache, ungefüllte Blüten besonders wertvoll. Im Gegensatz zu gefüllten Zuchtformen bieten sie reichlich Nektar und Pollen für Bestäuber. Empfehlenswert sind außerdem Dauerblüher sowie eine durchdachte Blühfolge mit früh blühenden Arten, damit vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein für Besucher ein kontinuierliches Nahrungsangebot besteht.
Ein insektenfreundlicher Balkon kommt natürlich ohne Insektizide und Pestizide aus. Chemische Pflanzenschutzmittel schaden nicht nur Schädlingen, auch vielen nützlichen Insekten bekommt dies nicht gut.
Kaufen Sie möglichst Pflanzen, die nicht schon bei der Aufzucht mit einem Giftcocktail behandelt wurden den Insekten.
Wildnis zulassen
Nicht jeder Topf und jeder Kasten muss perfekt gepflegt sein. Verblühte Pflanzenstände, kleine Ecken mit Laub oder Totholz bieten Insekten Schutz und Nistmöglichkeiten.
Jeder Balkon kann so zu einer kleinen Oase werden – und gemeinsam entstehen viele grüne Trittsteine, die Schmetterlingen, Wildbienen und anderen Bestäubern das Überleben in unseren Städten erleichtern.
LeserReporter/in:Roman Neier aus Hürth |