Hürther Schlachthof
Prozess um Tierquälerei wurde ausgesetzt
- Vor dem Amtsgericht in Köln demonstrierte die Tierrechtsorganisation Aninova gegen Tierquälerei. Die Tierschützer hatten die skandalösen Missstände in dem Hürther Schlachthof öffentlich gemacht.
- Foto: Foto: Aninova
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Hürth. Eigentlich hätte der Prozess um die grausame Tierquälerei in einem ehemaligen Schlachthof in Fischenich vergangenen Freitag (24. Oktober) vor dem Amtsgericht in Köln beginnen sollen. Vier ehemaligen Mitarbeitern sollte der Prozess gemacht werden. Da drei Männer eine neue Verteidigung haben, wurde dieses Verfahren abgetrennt. Der Prozess gegen den Angeklagten im Gerichtssaal am Freitag wurde nach nur wenigen Minuten ausgesetzt. Verteidiger Serkan Alkan hatte mit Erfolg kritisiert, dass seinem Mandanten die Anklageschrift nicht in seiner Muttersprache Bulgarisch vorliege. Da er kein Deutsch könne, habe er sich mit den erhobenen Vorwürfen nicht auseinandersetzen können. Vor dem Gericht demonstrierte die Tierrechtsorganisation Aninova unter dem Motto „Tierquälerei bestrafen“. Vorsitzender Jan Peifer prangerte das Nichteröffnen eines Verfahrens gegen den Betreiber des Schlachthofs in Fischenich an: „Wer Strukturen schafft, in denen Tiere systematisch gequält werden, darf sich nicht hinter Beschäftigten verstecken.“ Beim nächsten Termin soll gegen alle vier Angeklagten verhandelt werden.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Hans Peter Brodüffel aus Brühl |