Von Berrenrath nach Hermülheim
Lesefreunde erkunden Hürth auf zwei Rädern

Teilnehmer der ersten Lite-Radtour der Leserfreunde erkundeten Hürth mit dem Fahrrad und verbanden dabei Heimatgeschichte, Literatur und gemeinsames Singen.  | Foto: Günter Reiners
  • Teilnehmer der ersten Lite-Radtour der Leserfreunde erkundeten Hürth mit dem Fahrrad und verbanden dabei Heimatgeschichte, Literatur und gemeinsames Singen.
  • Foto: Günter Reiners

Die erste „Lite-Radtour“ verbindet Heimatgeschichte, Literatur und gemeinsames Singen.

Hürth (red). Die erste Lite-Radtour der Leserfreunde hat auf große Resonanz gestoßen. Insgesamt 19 Mitglieder trafen sich am Wendelinusplatz, um gemeinsam auf Entdeckungsreise durch Hürth zu gehen. Zum Auftakt sangen die Teilnehmer das Volkslied „Am Brunnen vor dem Tore“, bevor die Tour in entspannter Atmosphäre startete.

Erste Station war die Corrensmühle. Dort informierte Besitzer Karl Fölling über die Geschichte der historischen Anlage. Passend zum Ort stimmte die Gruppe anschließend das Lied „Es klappert die Mühle“ an.

Die Route führte weiter durch Gleuel am Märchenbrunnen vorbei zur Burg Gleuel. Dort berichtete Kurt Schürmann über die bewegte Vergangenheit der Burg und ihre historische Bedeutung. Einen literarischen Akzent setzte die Vorsitzende der Leserfreunde, Ulla Buse, mit dem Vortrag von Joseph von Eichendorffs Gedicht „Auf einer Burg“, das die Vergänglichkeit und den Wandel der Zeit thematisiert.

Viele Teilnehmer zeigten sich beeindruckt von der Landschaft entlang des Gleueler Bachs in Sielsdorf, die für einige eine neue Entdeckung darstellte.

An der Kirche in Stotzheim erwartete die Gruppe ein weiterer Programmpunkt. Organistin Romana Bae präsentierte einen musikalischen Beitrag auf der Orgel. Bei Kaffee und Kuchen blieb anschließend Zeit für Gespräche und eine Stärkung, bevor die Tour zum Burgpark Hermülheim weiterging. Dort stießen die Hinweise auf die ehemalige Burg Hermülheim auf großes Interesse. Passend zum dort stehenden Ginkgo-Biloba-Baum hörten die Teilnehmer ein Gedicht von Goethe.

Ein weiterer Höhepunkt war der Halt am seit Jahren stillgelegten Schwimmbad in Alt-Hürth. Gero Guntermann und Florian Gatz von der Band Halvlang präsentierten dort Lieder mit Bezug zur Stadt Hürth. Besonderen Anklang fand das Stück „Drei-Meter-Brett“, das die Bedeutung des Alt-Hürther Schwimmbads für viele Generationen von Hürthern in Erinnerung rief. Die Zukunft des Bades sorgte anschließend für angeregte Gespräche.Auf dem Weg zurück nach Hermülheim wurde die Tour um einen weiteren literarischen Beitrag ergänzt. Vorbei an der Feuerwehr erklang das Feuerwehrlied „Es brennt, es brennt, es brennt so sehr“ von James Krüss.Die Kombination aus Radfahren, Heimatgeschichte, Literatur und gemeinsamem Singen kam bei den Beteiligten gut an. Ein Teilnehmer zog ein positives Fazit: „Diese Tour hat mir gezeigt, wie viel Geschichte und Gemeinschaft in unserem Hürth steckt!“ Auch die Vorsitzende der Leserfreunde, Ulla Buse, zeigte sich zufrieden: „Es ist schön zu sehen, wie unsere Idee so viele Menschen zusammenbringt und Kultur auf lebendige Weise erlebbar macht.“

Redakteur/in:

Signe Mai Slomian aus Pulheim

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