Bambola
Festival der Puppen begeistert 700 Besucher
- Mit großer Beteiligung der Kinder eröffnete das Stück „Post für den Tiger“ nach Janosch den zweiten Festivaltag des „Bambola – Hürther Festival der Puppen“.
- Foto: Koblenzer Puppenspiele
Mit rund 700 kleinen und großen Besuchern ist das „Bambola – Hürther Festival der Puppen“ am vergangenen Wochenende erfolgreich in seine zweite Runde gegangen. An zwei Tagen zeigten sechs Puppen- und Figurentheater an drei Spielorten im Hürther Stadtgebiet ein abwechslungsreiches Programm für Kinder ab etwa drei Jahren und ihre Familien. Fünf der sechs Vorstellungen waren ausverkauft.
Hürth (red). Wie schon bei der Premiere im vergangenen Jahr setzte das von der Kulturagentur EMJAY PROJECTS organisierte Festival auf kurze Wege, mehrere Aufführungen pro Tag sowie eine Mischung aus bekannten Kinderbuchstoffen und klassischen Puppentheaterformaten. Gespielt wurde in Efferen, Stotzheim und Hermülheim.
Den Auftakt machte im Pfarrsaal St. Mariä Geburt in Efferen das Stück „Die Schnecke und der Buckelwal“. Marion Bihler‑Kerluku vom LUK Puppentheater präsentierte das Bilderbuchtheater als fantasievolle Mitmachaufführung, die vom jungen Publikum aufmerksam verfolgt und mit großem Applaus belohnt wurde.
Im Kulturgasthaus Op d’r Eck in Stotzheim folgte „Räuber Ratte“, ein Figurentheater nach Julia Donaldson und Axel Scheffler. Der große Zuschauerandrang führte zu einem leicht verspäteten Beginn der Vorstellung. Puppenspielerin Kirstin Roß vom Puppentheater Pulcinella zog dennoch ein positives Fazit: „Wir hatten eine richtig schöne Party.“
Den Abschluss des ersten Tages bildete im Schützenheim Hermülheim das klassische Puppentheaterstück „Kasper in den Ferien“. Ulrike Kundt und Joachim Stern vom Theater SternKundt erzählten mit viel Humor und direkter Publikumsansprache von den Ferienplänen von Kasper und Gretel.
Am zweiten Festivaltag eröffnete „Post für den Tiger“, eine Inszenierung nach der bekannten Janosch‑Geschichte über Freundschaft sowie die Erfindung von Post und Telefon. Die lebhafte Beteiligung der Kinder unterstrich einmal mehr die besondere Nähe des Puppentheaters zum Publikum. „Es war schön zu erleben, wie nah die Kinder an der Geschichte waren und aktiv mitgingen“, sagte Veranstalter Marco Jansen.
Mit „Swimmy“, der Geschichte eines kleinen Fisches, der durch Zusammenhalt Stärke gewinnt, folgte ein weiteres Highlight. Die poetische Inszenierung von Petra Wolfram vom Mimikry Figurentheater begeisterte Kinder wie Erwachsene. Lebhaft und humorvoll wurde es zum Abschluss mit „Alles meins! …sagt der kleine Rabe Socke“. Matthias Träger vom Theater Tearticolo bezog die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer aktiv in das Geschehen ein.
Das Festival‑Konzept mit mehreren Spielorten und unterschiedlichen Formaten habe sich erneut bewährt, so die Veranstalter. Unterstützt wurde „Bambola“ von lokalen Partnern und Vereinen aus den Stadtteilen. Marco Jansen dankte unter anderem den Efferener Jungs, den St. Hubertus Schützen Hermülheim, dem Kulturgasthaus Op d’r Eck, dem Quartiersverein sowie Katholisch in Hürth und den Sponsoren.
„Die vielen glücklichen Kinder und zufriedenen Erwachsenen sprechen für sich. Auch von den Theatern gab es sehr viel positives Feedback“, zieht Jansen Bilanz. Nach dem erfolgreichen zweiten Jahr steht der Termin für die nächste Ausgabe bereits fest: Das dritte „Bambola – Hürther Festival der Puppen“ findet am 10. und 11. April 2027 statt. Viele Besucherinnen und Besucher sicherten sich den Termin bereits vor Ort.
Redakteur/in:Signe Mai Slomian aus Pulheim |