Nur Ja heißt Ja
Ein Zeichen gegen sexualisierte Gewalt

Die Ausstellung besteht aus Roll-Ups mit prägnanten Aussagen, die verschiedene gesellschaftliche Mythen und Situationen thematisieren, in denen Grenzen missachtet oder falsch interpretiert werden.		 | Foto: Stadt Hürth
  • Die Ausstellung besteht aus Roll-Ups mit prägnanten Aussagen, die verschiedene gesellschaftliche Mythen und Situationen thematisieren, in denen Grenzen missachtet oder falsch interpretiert werden.
  • Foto: Stadt Hürth

Die Wanderausstellung „NUR JA HEISST JA“ präsentiert die Frauenberatungsstelle Frauen helfen Frauen im Rhein-Erft-Kreis in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Hürth noch bis Dienstag, 30. Juni, im Hürth-Park.

Hürth (red). Diese wurde im Rahmen einer Präventions-Kampagne zum Thema Consent konzipiert. Das Wort „Consent“ stammt aus dem Englischen und bedeutet Einverständnis, Zustimmung, Einvernehmlichkeit. „NUR JA HEISST JA“ meint: Die Zustimmung – das JA – muss vorhanden sein, damit etwas einvernehmlich ist. Die Ausstellung soll zeigen, in welchen Bereichen und welchen Formen sexualisierte Gewalt vorkommen kann. Sie besteht aus Roll-Ups mit prägnanten Aussagen, die verschiedene gesellschaftliche Mythen und Situationen thematisieren, in denen Grenzen missachtet oder falsch interpretiert werden. Eine Aussage lautet zum Beispiel „EINE BEZIEHUNG IST KEIN JA“. Jede vierte Frau hat mindestens einmal sexualisierte Gewalt in einer Beziehung erlebt. „EIN OUTFIT IST KEIN JA“ – mit diesem Roll-Up wird der Bereich von Aussehen, Kleidungsstil und optischen Aspekten in den Mittelpunkt gerührt. Bis heute wird die Frage „Was hattest Du an?“ gestellt, statt deutlich zu machen, dass Kleidung niemals als Einverständnis gewertet werden kann. Weitere Statements lauten „EIN LÄCHELN IST KEIN JA“ und „EIN JOB IST KEIN JA“.

Die Thematik wird zusätzlich durch eine Plakatkampagne sowie Aktionen im öffentlichen Nahverkehr im Stadtgebiet Hürth sichtbar gemacht. Damit soll eine möglichst breite Öffentlichkeit erreicht und das Bewusstsein für Grenzachtung und sexuelle Selbstbestimmung gestärkt werden.

Die Ausstellung ist in einem Leerstand im Einkaufszentrum Hürth-Park (gegenüber dem Gutschein-Automaten, Theresienhöhe) zu sehen und kann während der regulären Öffnungszeiten des Centers kostenfrei besucht werden.

Veranstalterinnen sind die Frauenberatungsstelle Frauen helfen Frauen im Rhein-Erft-Kreis in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Hürth. Der Eintritt ist frei.

Redakteur/in:

Signe Mai Slomian aus Pulheim

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