Jahresdienstbesprechung
Ausnahmekünstler
im Dauereinsatz
- Feuerwehrchef Michael Mund, Bürgermeister Dirk Breuer (hintere Reihe von links) ehrten (vordere Reihe von links): Hans-Jürgen Stäbler, Heinz Schleinitz, Willi Bachschoß und Hermann-Josef Müller.
- Foto: Giuseppe Piliero/Stadt Hürth
Beeindruckende Zahlen, bewegende Geschichten und ein starkes Zeichen für die Zukunft der Gefahrenabwehr in Hürth: Bei der Jahresdienstbesprechung der Feuerwehr blickten Bürgermeister Dirk Breuer und Feuerwehrchef Michael Mund auf ein ereignisreiches Jahr 2024 zurück und warfen zugleich einen Blick nach vorn.
Hürth (lk). „15.014 Einsätze im vergangenen Jahr – das ist kein Alltag, sondern Ausnahmekönnen im Dauereinsatz“, betonte Bürgermeister Breuer in seiner Ansprache. Allein 13.964 Einsätze entfielen auf den Rettungsdienst, 1.050 auf den Brandschutz. Hinzu kamen 2.152 Fehleinsätze im Rettungsdienst sowie 144 Fehlalarme im Brandschutz.
Besonders in Erinnerung seien der Großbrand in Berrenrath, bei dem rund 80 Einsatzkräfte gegen meterhohe Flammen im Dachstuhl eines Wohnhauses kämpften, sowie der Brand im Studentenwohnheim an der Hahnenstraße, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden, geblieben. Auch die Silvesternacht 2023/2024 habe die Einsatzkräfte stark gefordert.
Feuerwehrleiter Michael Mund stellte klar: „Solche Zahlen zeigen, wie leistungsfähig unsere Feuerwehr ist – aber sie zeigen auch, wie wichtig es ist, in moderne Infrastruktur und gute Ausbildung zu investieren.“ Besonders stolz sei man auf die neue Feuer- und Rettungswache in Hermülheim, die im September 2025 mit einem Tag der offenen Tür offiziell eingeweiht wird. Mit 6.600 Quadratmetern Nutzfläche, 44 Fahrzeugstellplätzen und modernster Ausstattung ist sie ein Meilenstein für die Gefahrenabwehr in Hürth.
Personell ist die Hürther Feuerwehr gut aufgestellt: 107 hauptamtliche Einsatzkräfte, 17 Auszubildende und rund 300 ehrenamtliche Feuerwehrleute sorgen rund um die Uhr für Sicherheit. Hinzu kommen 54 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr und 28 Kinder in der Minifeuerwehr. „Das Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Wehr. Ohne diese engagierten Menschen wäre unser System nicht tragfähig“, betonte Breuer.
Auch technisch wurde investiert: Zwei neue Rettungswagen, ein Gerätewagen sowie vier hydraulische Rettungsgeräte wurden 2024 in Dienst gestellt. Zudem übernahmen mit Andreas Nußbaum und Thomas Wilhelm zwei neue Wachabteilungsleiter Verantwortung.
Großer Applaus galt den Feuerwehrleuten, die für außergewöhnlich lange Mitgliedschaften geehrt wurden: Hermann-Josef Müller für 50 Jahre, Hans-Jürgen Stäbler für 55 Jahre, Willi Bachschoß und Hermann Horst für jeweils 60 Jahre und Heinz Schleinitz sogar für 70 Jahre aktives Engagement bei der Feuerwehr Hürth.
Redakteur/in:Lars Kindermann aus Rhein-Erft |