Kinder pflanzten 1.000 Bäume
Waldprojektwoche der Grundschule Uckerath
- Kinder der Fische- und Fröscheklasse mit Lehrerin Heike Waidelich Michael Walter, Frank van Elsbergen, Sebastian Mittler, Mario Dahm und Michael Trippe.
- Foto: Heimermann
Uckerath. Rund 100 Schüler der Gemeinschaftsgrundschule „Am Steimel“ beteiligten sich im städtischen Wald zwischen Uckerath und Süchterscheid an einer groß angelegten Pflanz-aktion. Im Rahmen ihrer Waldprojektwoche setzten sie etwa 1.000 junge Bäume in den vorbereiteten Boden. Jeden Tag waren Klassen mit etwa 20 Kindern vor Ort aktiv, um sowohl heimische Baumarten wie Traubeneiche, Hainbuche und Kirsche, als auch klimaresilientere Arten wie Weißtanne, Speierling, Esskastanie und Roteiche in die Bohrlöcher zu setzen und vorsichtig mit Erde um das Wurzelwerk aufzufüllen sowie anzutreten. Später bekamen die Laubbaumsetzlinge noch einem Robinienpfahl, an dem eine verrottbare Holzwuchshülle als Verbissschutz befestigt wird - bei der Weißtanne, die mehr in die Breite wächst mit 30 cm Durchmesser, bei Laubbäumen 15 cm. Die Holzhüllen sind mit vier Euro doppelt so teuer wie die wiederverwendbaren aus Plastikspiralen. Für die Aufforstungen im Holz-Hordengatter ist dies nicht notwendig.
Die Aktion fand unter fachkundiger Anleitung von Sebastian Mittler (Umweltamt der Stadt Hennef) und Michael Trippe (Revierförster Forstbetriebsbezirk Eudenbach) statt. Sie zeigten den Kindern, wie die zweijährigen Setzlinge gepflanzt werden, um ein gutes Anwachsen zu gewährleisten. Außerdem erfuhren sie, welchen wichtigen Beitrag die jungen Bäume für das Klima, die Fauna und die Umwelt leisten. „Wir müssen wie im Labor experimentieren, wir wissen ja nicht, welche Bäume dem Klimawandel standhalten“, betonte Förster Trippe, der auch die Pflanzlöcher vorbereitete, sodass die Kinder in Zweierteams engagiert und mit viel Freude unter winterlichen Bedingungen pflanzen lernten. Die achtjährige Lea Moos berichtete stolz, dass sie gemeinsam mit ihrer Freundin 26 verschiedene Bäume gepflanzt hat. Am ersten Aktionstag schaffte ihre Klasse bereits 215 Bäume. Die Stadt Hennef trägt als Eigentümer sämtliche Kosten der Pflanzaktion, wobei die Pflanzkosten für einen Setzling etwa bei neun Euro liegen, der Setzling selbst kostet um die zwei Euro. An einem der Tage besuchten Bürgermeister Mario Dahm, der Erste Beigeordnete Michael Walter sowie Franz van Elsbergen, Leiter des Regionalforstamtes Rhein-Sieg-Erft, die Pflanzaktion. Sie betonten gemeinsam, wie wichtig es sei, dass Kinder den Wald nicht nur aus dem Schulbuch kennen, sondern ihn auch mit eigenen Händen erleben. Wer selbst Bäume pflanzt, verstehe, wie wertvoll unsere Wälder seien und warum sie für zukünftige Generationen geschützt werden müssen.
Die Projektwoche steht im direkten Zusammenhang mit dem im Jahr 2020 ins Leben gerufenen Gemeinschaftsprojekt „Klima-Steinzeit-Wald“, das von der Stadt Hennef finanziert und gemeinsam mit der Grundschule „Am Steimel“ sowie dem Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft umgesetzt wird. Bereits in den vergangenen Jahren vermittelten Sebastian Mittler und Michael Trippe den Schulklassen am außerschulischen Lernort Wald umfassendes Wissen über Waldökosysteme, deren Bewohner sowie die Folgen des Klimawandels.
Das zentrale Ziel des Projekts ist es, den Kindern nicht nur theoretisch, sondern insbesondere durch aktives Handeln, die Bedeutung des Waldes und der Wiederbewaldung näherzubringen.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Alfred Heimermann aus Hennef |
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