Skulpturen aus Afrika
Wildtiere in Lebensgröße auf dem Bauernhof

Lebensgroß sind die Tiere aus Kenia, wie diese Nashörner, die Theo Neuhalfen aus Nairobi holt.
  • Lebensgroß sind die Tiere aus Kenia, wie diese Nashörner, die Theo Neuhalfen aus Nairobi holt.
  • Foto: Röhrig

Wellesberg. Eine Elefantenherde zieht über die Weiden, gefährliche Krokodile starren aus dem Schilf und auf den Wiesen sind die Löwen los. Und zwar in Lebensgröße und täuschend echt, so dass man sich in die afrikanische Wildnis versetzt sieht. Allerdings bewegen sich die beeindruckenden Wildtiere nicht, denn es handelt sich um Skulpturen aus Metall, die innen hohl sind.

Der 61-jährige Theo Neuhalfen hat sie aus Afrika importiert und auf dem Gelände seines Bauernhofes aufgestellt. Dort gibt es inzwischen jede Menge afrikanische Wildtiere aus Blech: Gewaltige Nashörner, bis zu fünf Meter hohe Giraffen, die schon in vielen afrikanischen Ländern verschwundenen Elefanten, bis zu sechs Meter lange Krokodile, Flusspferde, die zu den gefährlichsten Großtieren gehören, Antilopen, Büffel, Affen und Geier. Aber Besucher können auch heimische Tiere wie Pferde, Hirsche oder Adler entdecken.

Der Hennefer Neuhalfen, der bis vor einem Jahr als Flugkapitän für die Lufthansa in der ganzen Welt unterwegs war und zuletzt Jumbojets flog, hat neben dem Dorf in Hennef noch einen zweiten Wohnsitz in Nairobi, der Hauptstadt von Kenia. Dort entdeckte er auf den Handwerksmärkten die Vielfalt der kenianischen Kunst. Und hatte die Idee, lokale Künstler zu fördern. Anfangs brachte er Schmuck, Textilien und Schnitzereien aus Holz, Speckstein und Horn nach Deutschland. Seit er dann den kenianischen Künstler Moses Were entdeckte, sammelt Neuhalfen nur noch dessen individuell gefertigten lebensgroßen Tierskulpturen aus Metall. Diese wirken lebendig und überzeugen durch Design und Größe.

Anfangs stellte Moses seine Tiere aus ausrangierten Blechen her, die von Wellblechdächern oder ausrangierten Autos stammten. Seit zehn Jahren verwendet der Afrikaner neue Bleche, die gedengelt und zusammengeschweißt werden. Um die Tiere möglichst lebensecht gestalten zu können, beobachtet der Kenianer regelmäßig Wildtiere im Nationalpark vor den Toren der Stadt.

Für ein Einzelstück benötigen Moses und sein Team von einem knappen Dutzend Leute vier Tage. Nach der Produktion und Qualitätskontrollen werden die Skulpturen dann zum Hafen transportiert, in große Schiffscontainer verladen und treten die Reise nach Deutschland an.

Neben seinem Hobby hat Neuhalfen auf seinem fünf Hektar großen Bauernhof in Wellesberg aber noch genug zu tun. Er hält dort nämlich nach Abstimmung mit der „Chance 7“ eine Herde von einem Dutzend schottischer Hochlandrinder.

Redakteur:

Harald Röhrig aus Siegburg

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