Taekwon-do
Kampfsport mit Haltung

Thierry Martel, ein Gast aus Avignon in Frankreich, der den Ziegel mit der bloßen Hand brach.  | Foto: we
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  • Thierry Martel, ein Gast aus Avignon in Frankreich, der den Ziegel mit der bloßen Hand brach.
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Hardtberg (we). Rund 250 Sportlerinnen und Sportler im Alter von sieben bis 80 Jahren feierten in der Duisdorfer Toni-Mai-Halle das 30-jährige Bestehen des Taekwon-Do Center Bonn. Im Gegensatz zur olympischen Ausrichtung steht hier nicht der sportliche Sieg im Vordergrund, sondern die Verbindung von Körper und Geist sowie das Finden innerer Ruhe. Es handelt sich um ein Körperertüchtigungsprogramm mit philosophischem Hintergrund, das vor allem eines verspricht: Freude an der Bewegung.

Ausgeglichenheit ist Ziel des Trainings

Selten ist bei einer Kampfsportveranstaltung eine so lockere und freundliche Atmosphäre zu erleben. Lachen gehörte zur Selbstverständlichkeit, die Teilnehmenden gingen offen aufeinander zu. Aggressive Stimmung war nicht zu spüren. Ausgeglichenheit ist eines der Ziele des Trainings – und dieses Ziel scheint bei vielen erreicht. Werte wie Respekt, Höflichkeit, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung gelten als grundlegende Prinzipien für traditionelle Taekwon-do-Athleten.

Wie lange es dauert, diese Ziele zu erreichen? „Man wird nie fertig“, sagt Holger Bauer, einer der Aktiven, und lacht. Tatsächlich beginnen viele bereits im Kindesalter mit dem Sport und bleiben ihm dauerhaft treu. Das Training führt zu hoher körperlicher Fitness, auch im fortgeschrittenen Alter, und zu einer inneren Ruhe, mit der sich auch schwierige Situationen gelassener bewältigen lassen.

Dabei gehört auch die sportliche Seite dazu: Taekwon-do ist ein Kampfsport mit Angriffstechniken und zahlreichen Sprungelementen. Der Begriff selbst erklärt das Prinzip: „Tae“ steht für treten, „Kwon“ für die Faust und „Do“ für den Weg – also den Weg, den Tritt und Faust gehen müssen, um Wirkung zu erzielen.

Thomas Weiß leitet das Taekwon-do Center Bonn seit der Gründung und hat zahlreiche Schülerinnen und Schüler ausgebildet und begleitet.

Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung standen vielfältige Aktivitäten auf dem Programm. Unter der Anleitung von acht Großmeistern wurde gemeinsam trainiert. Gäste aus Frankreich demonstrierten unter anderem das Zerbrechen eines Ziegels mit der bloßen Hand. Kinder nahmen an Trainingseinheiten teil, Dan-Prüfungen wurden abgenommen, und insgesamt herrschte reger Betrieb in der Toni-Mai-Halle.

Bei aller Harmonie wird der sportliche Anspruch nicht vernachlässigt: Taekwon-do gilt als effektiver Kampfsport, der sich neben anderen Disziplinen wie Karate oder Judo behaupten kann.

Weitere Informationen auf https://tkd-bonn.de/

Thierry Martel, ein Gast aus Avignon in Frankreich, der den Ziegel mit der bloßen Hand brach.  | Foto: we
Lena Rottmann mit Georg Reinertz und Stephan Grau (Bildmitte).  | Foto: we
Auch Kinder übten und demonstrierten ihre Fähigkeiten. | Foto: we
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