Feuerwehrübung in Hunstig
Hilfe, die Kita brennt!
- Der verletzte Bär wird vom jungen „Feuerwehrteam“ vorsichtig auf die Trage gehoben.
- Foto: Feuerwehr Hunstig
Gummersbach. Feueralarm in der AWO-Kindertagesstätte Lina-Ege in Hunstig. Der Beginn einer Brandschutzübung - für den Feuerwehrnachwuchs.
Während alle Kinder geordnet und gruppenweise das Gebäude verließen,wurde zeitgleich eine Rauchentwicklung im Erdgeschoss simuliert. Die Evakuierung verlief reibungslos – alle Kinder konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen. Nur ein großes Stofftier, der beliebte Teddybär, blieb im Inneren zurück und wurde zum „vermissten“ Übungsopfer.
Die Kinder konnten gemeinsam mit dem Einheitsführer der Freiwilligen Feuerwehr Hunstig, Marcel Rüping, zeigen, was sie in ihrer Projektwoche rund um das Thema Brandschutz gelernt hatten. Nach der erfolgreichen Räumung setzte eines der Kinder eigenständig einen Notruf ab.
Im weiteren Verlauf wurde die sogenannte „stille Alarmierung“ erläutert: In NRW erfolgt die Alarmierung der Einsatzkräfte seit einigen Jahren nicht mehr über Sirenen, sondern über digitale Meldeempfänger und Mobiltelefone. Kurz darauf rückten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hunstig mit Blaulicht und Martinshorn an, unterstützt von der Drehleiter der hauptamtlichen Wache Gummersbach.
Für eine besondere Überraschung sorgte die im vergangenen Jahr gegründete Kinderfeuerwehr „Die Löschraketen“ unter der Leitung von Carmen Buschmann. Mit ihrem eigenen „Fahrzeug“ trafen sie ebenfalls ein und stellten sich neben die aktiven Einsatzkräfte - ein beeindruckendes Bild, das bei den Kita-Kindern für Begeisterung sorgte.
Gemeinsam wurde ein realitätsnaher und kindgerechter Rettungs- und Löscheinsatz durchgeführt.
Ausgerüstet mit Atemschutzgeräten drangen Feuerwehrleute in das verrauchte Gebäude vor, während draußen ein Löschangriff aufgebaut, ein Sicherungstrupp bereitgestellt und die Einsatzstelle abgesichert wurde. Der gesamte Ablauf wurde von Marcel Rüping moderiert, der die einzelnen Schritte erklärte und Funkgespräche über die Lautsprecher übertrug.
Nach kurzer Zeit konnte der vermisste Teddybär gefunden und auf einer Trage ins Freie gebracht werden. Dort wurde er direkt dem bereitstehenden Erste-Hilfe-Trupp übergeben. Während die Kinder das Geschehen gespannt beobachteten, wurde das „Feuer“ im Inneren gelöscht - auch vom Drehleiterkorb aus. Im Anschluss an die Übung hatten die Kinder die Gelegenheit, die Feuerwehrleute in voller Schutzausrüstung aus nächster Nähe zu erleben. Ziel war, den Kindern mögliche Ängste vor Masken, Atemgeräten und Geräuschen zu nehmen.
Ein Highlight war die Demonstration einer Fettexplosion. Dabei wurde eindrucksvoll gezeigt, warum ein Fettbrand niemals mit Wasser gelöscht werden darf. Eine meterhohe Stichflamme verdeutlichte die Gefahren eindringlich.
Die Kita-Kinder wurden auch selber aktiv: Mit einem D-Strahlrohr löschten sie spielerisch ein kleines Übungshaus mit umklappenden „Flammen“ - ein Erlebnis, das für viel Freude sorgte.
Zum Abschluss überreichten die Erzieherinnen unter Leitung von Nikola Fahl Löschgruppenführer Marcel Rüping ein von den Kindern gestaltetes Bild als Dankeschön. Rüping bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit mit der Kita und hob die Unterstützung durch die Kinderfeuerwehr Gummersbach hervor, die maßgeblich zum Erfolg der Übung beigetragen habe.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.