Burgschule
Sanierung dauert weitere acht Jahre
- Nach Plänen und Beschlussvorlage der Stadt Frechen kehren die Burgschüler erst in acht Jahren zurück an ihre Schule. Dabei ist die Sanierung einiger Gebäudeteile bereits abgeschlossen.
- Foto: Archiv/ Stadt Frechen
Viele schlechte Nachrichten für die Schüler der Burgschule, solche die es werden wollen und auch für Burgschüler, die erst in den kommenden Jahren geboren werden: Die seit 13 Jahren notwendige Sanierung der Frechener Grundschule soll, nach Auskunft der Stadt, erst im Jahre 2033 abgeschlossen werden.
Frechen. Seit dem Jahr 2012 steht eine Sanierung der alten Burgschule, sowie die Errichtung eines Ergänzungsbaus, der die beiden Gebäude der Grundschule miteinander verbindet, an. In der Zwischenzeit wurden die Johannesschule in Königsdorf und die Lindenschule ausgebaut und neu errichtet. Die Burgschule blieb unberührt.
Erst als „erhebliche bauliche Mängel“ einen Weiterbetrieb am bisherigen Standort „Im Klarenpesch 12-14“ unmöglich machten, zogen Schüler und Lehrer der Burgschule vorrübergehend in die benachbarten Gebäude der ehemaligen Anne-Frank-Förderschule um.
Die Sanierung der Bestandsgebäude begann und vergangene Woche verkündete die Stadt die baldige Fertigstellung der Gebäudeteile 1 und 2. „Der „alte Muff“ ist nun verschwunden. Die Räume haben nun eine moderne, freundliche Atmosphäre dank neuer Bodenbeläge, heller Wandanstriche und energieeffizienter Beleuchtung“, hieß es in der Pressmitteilung der Stadtverwaltung, die eine Nutzung der sanierten Gebäudeteile für Anfang des kommenden Jahres in Aussicht stellte.
Nach Plänen der Verwaltung werden aber nicht die Burgschüler in den Genuss der „muff-freien“ neuen Räumlichkeiten kommen, sondern die der neu gegründeten Steinzeugschule, die aktuell ebenfalls in der ehemaligen Förderschule an der Burgstraße untergebracht sind.
Die neue Grundschule soll ab kommenden Jahr in der „östlichen Kernstadt“ neu errichtet werden. Jetzt sollen die beiden Einstiegsklassen in einen der sanierten Gebäudeteile der Burgschule umziehen, der andere sanierte Teil wird vorerst nicht benötigt.
Die Regelung wurde, laut Beratungsunterlage für den Schulausschuss, in Absprache mit den Schulleitungen der beiden Frechener Grundschulen beschlossen.
Weitaus dramatischer liest sich eine weitere Beratungsunterlage für den Schulausschuss. Sie trägt den Titel „Ersatz der bestehenden Mensa-Containeranlage an der Anne-Frank-Schule“ und erläutert, dass in der Mensa-Containeranlage an der Anne-Frank-Schule „ein erhöhter Gehalt an Schimmelpilzsporen“ festgestellt wurde und dass es sich bei den „schwarzen Ablagerungen auf den Bodenbelägen“ tatsächlich um Schimmelbefall handelt, der sich laut Gutachten über mehrere Teilbereiche der Bodenflächen ausgebreitet hat und auch in der darunterliegenden Bodenkonstruktion vorhanden sein kann. Daher sei eine „gesundheitlich unbedenkliche Nutzung der Containeranlage als Mensa“ nicht mehr möglich. „Aus Sicherheits- und Gesundheitsgründen kann der Mensabetrieb in den Containern nicht fortgeführt werden“, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung.
Der eigentliche Hammer folgt im Anschluss: „Der Rückzug der Burgschule an ihren eigentlichen Standort ist nach aktuellem Stand erst in etwa acht Jahren möglich“, heißt es dort.
Während die Verwaltung also davon ausgeht, dass die Steinzeugschule, für deren Errichtung aktuell noch eine europaweite Auftragsausschreibung läuft und für die offiziell noch kein genauer Standort bekannt ist, ihren Betrieb „voraussichtlich Sommer 2028/2029“ aufnehmen kann, soll der Ausbau der Burgschule – nach Beschlussvorlage – erst im Jahr 2033 abgeschlossen sein. Salopp gesagt, könnten in diesem Zeitraum also zwei neue Grundschulen an einem noch nicht umfänglich erschlossenen Standort errichtet werden.
Um einen gesundheitlich unbedenklichen Mensabetrieb an der Burgschule wieder zeitnah möglich zu machen, schlägt die Stadtverwaltung den Abriss der alten Containeranlage und den Kauf und die Errichtung einer neuen vor. Dies sei, aufgrund der anvisierten Länge der Nutzung, günstiger, als die Miete einer Container-Mensa.
Redakteur/in:Lars Kindermann aus Rhein-Erft |
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