Unterstützung für Tietz
Parteien sprechen Wahlempfehlungen aus
- Weitere Unterstützung: Mittlerweile haben sich fünf Parteien für Uwe Tietz (SPD), hier bei seiner Stimmabgabe mit Ehefrau, als Bürgermeister der Stadt Frechen ausgesprochen.
- Foto: SPD/Perspektive für Frechen/BSW/LINKE/FDP
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Vor der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Frechen sprechen sich vier weitere Ratsfraktionen klar für einen Kandidaten aus. Hinter dem SPD-Bürgermeisterkandidaten Uwe Tietz formieren sich, vor dem zweiten Wahlgang am Sonntag, 28. September, 8 bis 18 Uhr, neben den Sozialdemokraten auch die Perspektive für Frechen, die FDP, das BSW und die LINKE.
„Die Linke Frechen sieht die Wahl von Uwe Tietz als die größte Chance in den nächsten Jahren eine sozialere Politik für die Bürger:innen zu gestalten“, teilt die LINKE mit. Bei wesentlichen politischen Themenfeldern gäbe es „bedeutende Überschneidungen“ zwischen den Ansichten der Linken und denen des SPD-Kandidaten. Zoey Giegler, Sprecherin der Linken in Frechen, kommentiert die Entscheidung wie folgt: „Die Stichwahl stellt die Weichen für die zukünftige Entwicklung unserer Stadt. Wir sind überzeugt, dass mit Uwe Tietz ein Politikwechsel möglich ist, welcher die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellt. Wir rufen daher alle Wähler:innen, die sich ein solidarisches und zukunftsgewandtes Frechen wünschen, dazu auf, am 28. September ihre Stimme für Uwe Tietz abzugeben.“
Auch die FDP spricht eine Wahlempfehlung für „Uwe Tietz ganz persönlich aus“ und dies „trotz seiner SPD-Parteizugehörigkeit und trotz der jetzigen SPD-Fraktionsspitze“, teilt die FDP-Fraktionsvorsitzende Angela Lindemann-Berk schriftlich mit. Mit Uwe Tietz wähle man, nach Meinung der FDP, „die Chance auf eine positive Veränderung in Frechen, kompetent, nicht ideologiesteuert, aufgrund seiner beruflichen Vita in der Lage, eine Verwaltung mit mehreren hundert Mitarbeitenden zu führen, gleichzeitig auch mit profunder politischer Erfahrung, was sich auch positiv auf das Vertrauensverhältnis Politik/Verwaltung auswirken dürfte."
Im Gespräch mit der Redaktion teilte der im ersten Wahlgang gescheiterte Bürgermeisterkandidat der Perspektive für Frechen, Wolfgang Höfig, mit, er wisse, wen er am Stichwahltag wählen würde. Höfig: „Meine Stimme bekommt Uwe Tietz“, machte er deutlich. Wenig später erklärte die Perspektive für Frechen auf ihrer Facebook-Seite: „Wir stehen für Veränderung und wünschen Kai Uwe Tietz für die Stichwahl daher viel Erfolg.“
Auch der Vorsitzende der BSW-Fraktion im Frechener Rat, Peter Singer, ruft im Namen des BSW-Frechen zur Wahl von Tietz auf. "Uwe Tietz ist in unseren Augen der Bürgermeister, der in Frechen nach 26 Jahren CDU für den absolut nötigen "frischen Wind" im Rathaus sorgen kann", so Singer. Mit "seiner Kompetenz, seinem Sachverstand und seiner politischen Erfahrung sowie seinem sozialen Engagement" sei er "der richtige Mann." Im neuen Rat ist das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) nur noch mit einem Sitz vertreten. "Das ist enttäuschend für uns, um so mehr ist es wichtig jemanden an der Stadtspitze zu haben, der für Vernunft und Gerechtigkeit steht", ergänzt Singer.
Für Uwe Tietz (SPD) und Gerd Koslowski (CDU), der im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhielt, gilt es nun, ihre Wähler ein zweites Mal an die Wahlurne zu locken. Bei den Bürgermeister-Stichwahlen vor 5 Jahren lag die Wahlbeteiligung bei nur knapp 35 Prozent. Damals konnte sich die amtierende Bürgermeisterin Susanne Stupp (CDU) nur sehr knapp mit 51,67 Prozent der Stimmen gegen den SPD-Kandidaten Carsten Peters (48,33 Prozent) durchsetzen. Dabei hatte dieser, im ersten Wahlgang mit 19,99 Prozent, noch klar hinter der Amtsinhaberin (41,10 Prozent) und sogar drei Prozentpunkte hinter dem Gesamtergebnis seiner Partei zurückgelegen. Vor der Stichwahl blieben offizielle Wahlempfehlungen der anderen Parteien aus.
Sozialdemokrat Tietz, der im ersten Wahlgang 34,85 Prozent der Stimmen holte und somit elf Prozentpunkte mehr Stimmen erhielt als seine Partei und nur gut 5 Prozentpunkte weniger als sein Konkurrent Gerd Koslowski (39,89 Prozent) geht dank der außerparteilichen Unterstützung gestärkt in die Stichwahl um das Amt des 1. Bürgers der Stadt.
Redakteur/in:Lars Kindermann aus Rhein-Erft |
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