Hochwassersschutz
Planung kann beginnen

Stehen nicht im Regen: Die Mitlieder des Lenungsausschusses haben ein Hochwasserschutzkonzept für sechs Eifel-Kommunen im Kreis Euskirchen ausgearbeitet.  | Foto: Kreis Euskirchen
  • Stehen nicht im Regen: Die Mitlieder des Lenungsausschusses haben ein Hochwasserschutzkonzept für sechs Eifel-Kommunen im Kreis Euskirchen ausgearbeitet.
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Kris Euskirchen (red). Auch, wenn es derzeit überhaupt nicht nach Regen oder gar Starkregen und Hochwasser aussieht: Die Bilder der Flutkatastrophe von 2021 sind in vielen Orten entlang von Urft und Olef noch präsent.

Um die Region künftig besser vor Hochwasser zu schützen, arbeiten sechs Kommunen, der Kreis Euskirchen und der Wasserverband Eifel-Rur seit mehreren Jahren gemeinsam an einem überörtlichen Hochwasserschutzkonzept. Jetzt ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Die Grundlagen sind abgeschlossen, nun werden die konkreten Schutzmaßnahmen ausgearbeitet.

Beteiligt sind die Kommunen Blankenheim, Dahlem, Hellenthal, Kall, Nettersheim und Schleiden. Mithilfe umfangreicher Vermessungen und neuer Simulationsmodelle wird derzeit untersucht, welche Maßnahmen den größten Schutz bieten. Dazu gehören mögliche Hochwasserrückhaltebecken ebenso wie örtliche Schutzbauwerke an besonders gefährdeten Stellen.

Eine zentrale Rolle könnte künftig eine Talsperre im Bereich von Prether Bach und Platißbach spielen. Sie wird aktuell auf ihre Eignung für den Hochwasserschutz geprüft.

Parallel wird untersucht, welchen Beitrag sie zur regionalen Wasserversorgung und zur Anpassung an den Klimawandel leisten könnte.

Bis Ende des Jahres soll das integrierte Hochwasserschutzkonzept fertiggestellt sein. Anschließend können Fördermittel beantragt und die einzelnen Projekte konkret geplant werden. Die beteiligten Kommunen setzen dabei bewusst auf einen gemeinsamen Ansatz. Denn Hochwasser macht nicht an Gemeindegrenzen halt, sondern betrifft das gesamte Einzugsgebiet von Urft und Olef.

Der fertige Maßnahmenplan soll der Öffentlichkeit im ersten Quartal 2027 vorgestellt werden. Für die Menschen in der Region wäre das ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Sicherheit bei künftigen Hochwasserereignissen.

Redakteur/in:

Ulf-Stefan Dahmen

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