Waldbrandgefahr
Hohe Brandgefahr im Wald, auf Wiesen und Feldern

Rettungspunkt am Stadtwald in Euskirchen  Mit der anhaltenden Hitze und steigender Trockenheit nimmt auch die Waldbrandgefahr im Kreis Euskirchen zu. | Foto: Kreis Euskirchen
  • Rettungspunkt am Stadtwald in Euskirchen Mit der anhaltenden Hitze und steigender Trockenheit nimmt auch die Waldbrandgefahr im Kreis Euskirchen zu.
  • Foto: Kreis Euskirchen

Mit der anhaltenden Hitze und steigender Trockenheit nimmt auch die Waldbrandgefahr im Kreis Euskirchen zu. Der Waldbrandindex des Deutschen Wetterdienstes ist Ende der vergangenen Woche auf die Gefahrenstufe 4 von 5 gestiegen. Auch der Graslandfeuerindex ist auf die Stufe 4 von 5 angestiegen, dies bedeutet eine hohe Gefahr für Brände auf Wiesen, Feldern, Rasenflächen und vergleichbaren trockenen Flächen.

Kreis Euskirchen (lk). „Bei den derzeit hohen Temperaturen und der anhaltenden Trockenheit reicht oft schon eine kleine Unachtsamkeit, um einen Brand auszulösen. Gerade jetzt, wenn sich viele Menschen abends im Garten, im Park oder im Grünen treffen und grillen, ist besondere Vorsicht geboten“, warnt Kreisbrandmeister Peter Jonas.

Auch das Zünden von Feuerwerk ist aktuell aufgrund der hohen Temperaturen und der Trockenheit mit einem immens hohen Brandrisiko verbunden. Schon kleine Funken können in trockenen Regionen schwere Flächen- oder Waldbrände auslösen.

Eine achtlos weggeworfene Zigarette, ein Grill, ein Lagerfeuer oder auch ein heißer Katalysator eines Fahrzeugs, das auf trockenem Gras abgestellt wird, können schnell einen Flächenbrand verursachen.

„Vegetationsbrände entstehen deutlich häufiger durch fahrlässiges Verhalten als durch natürliche Ursachen wie Blitzeinschläge“, so Jonas.

Der Kreis Euskirchen bittet die Bürger daher eindringlich, sich umsichtig zu verhalten und Brandrisiken konsequent zu vermeiden.

Der Kreis Euskirchen gibt folgende Verhaltenstipps:

Kein offenes Feuer im Wald, auf Wiesen, Feldern oder Rasenflächen Kein Grillen im Wald, am Waldrand oder in Parkanlagen.

Zigarettenreste ordentlich entsorgen. Bis zum 31. Oktober gilt ein gesetzliches Rauchverbot im Wald.

Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abstellen. Waldwege, Feldwege und Zufahrten freihalten für Feuer und Rettungskräfte

Auf das Entfernen von Unkraut mit Gasbrennern verzichten.

Wer Rauch oder Feuer entdeckt, sollte unverzüglich über den Notruf 112 die Feuerwehr alarmieren. Wenn es gefahrlos möglich ist, sollten Anrufer vor Ort bleiben, um die Einsatzkräfte einzuweisen. Dabei gilt jedoch immer: Die eigene Sicherheit hat Vorrang.

„Im Zweifel bringen Sie sich bitte sofort in Sicherheit und wählen Sie den Notruf“, mahnt Kreisbrandmeister Peter Jonas.

Sollten Bürger selbst in einen Wald- oder Flächenbrand geraten, gilt: Ruhe bewahren, aber zügig handeln. „Entfernen Sie sich sofort vom Brand und bringen Sie sich in Sicherheit. Dabei sollten Sie sich möglichst quer zur Windrichtung bewegen und nicht mit dem Wind fliehen, da sich Feuer in Windrichtung besonders schnell ausbreiten kann“, teilt die Kreisverwaltung mit.

Hanglagen seien besonders gefährlich: Feuer breitet sich hangaufwärts meist schneller aus. Wenn möglich, sollte daher nicht hangaufwärts geflüchtet werden. Sicherer sind offene, möglichst nicht bewachsene Flächen, Wege, Schneisen oder Bachläufe. Dichte Vegetation sollte gemieden werden, da dort besonders viel brennbares Material vorhanden ist.

Rauch ist giftig und kann lebensgefährlich sein. Der Aufenthalt in verrauchten Bereichen sollte daher unbedingt vermieden werden. Ist dies nicht möglich, sollte man sich möglichst in Bodennähe bewegen, da dort in der Regel weniger Rauch vorhanden ist.

Wer den Waldbereich gefahrlos verlassen kann, sollte dies sofort tun und keine eigenen Löschversuche unternehmen. Wenn eine Flucht aus dem Gefahrenbereich nicht möglich ist, sollte Schutz auf einer freien Fläche gesucht und die genaue Position per Handy an die Feuerwehr übermittelt werden.

Redakteur/in:

Lars Kindermann aus Rhein-Erft

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