Jugendkunstpreis
Der Jugendkunstpreis
geht in die nächste Runde
- Für den 9. Jugendkunstpreis 2026 warben im Ratssaal (von links): Dennis Keil, Jennifer Keil, Christian Mandt, Marie-Therese van den Bergh und Judith Steinig-Lange.
- Foto: Frank Engel-Strebel
Bornheim (fes). Die Großeltern feiern ihre Goldene Hochzeit, der Onkel oder die Tante werden hundert Jahre alt – dann gratuliert natürlich auch der Bürgermeister. Vielleicht hat er dann auch eine Glückwunschkarte dabei, die ein Motiv gestaltet von den Enkeln, Nichten oder Neffen ziert. Das könnte für denjenigen klappen, der den „Bornheim-Preis“ gewinnt, der erstmals im Rahmen der jährlichen Jugendkunstpreis-Aktion ausgelobt wird.
Wie das funktioniert, schilderten neben Bornheims Bürgermeister Christian Mandt, Jennifer Keil, die seinerzeit den Kunstpreis ins Leben rief, ihr Bruder Dennis Keil, die Vorsitzende des Stadtjugendrings, Marie-Therese van den Bergh, sowie Judith Steinig-Lange von der städtischen Jugendförderung im Gespräch mit dem Schaufenster.
Darum geht es: Junge Kunstschaffende zwischen 12 und 19 Jahren, die in der Vorgebirgsstadt wohnen oder eine der Bornheimer Schulen besuchen, können ab sofort ihre Arbeiten bis zum 6. September online anmelden. Die Exponate werden dann vom 26. September bis 2. Oktober im Bornheimer Rathaus in Roisdorf ausgestellt. Alle Künstler sind frei in der Wahl ihrer Motive, Themen und Techniken. Der dreiköpfigen Fachjury gehören der Bornheimer Bildhauer und Maler Jens Reichert, eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer der letzten Jugendkunstpreisrunde sowie eine Lehrkraft, die traditionell von den teilnehmenden Schülern nominiert wird, an. Dem Erstplatzierten winken 200 Euro, für Platz zwei gibt es 150 und für Platz drei 100 Euro Preisgeld. Hinzu kommen zwei Sonderpreise à 75 Euro und der ebenfalls mit 75 Euro dotierte Publikumspreis
Der „Bornheim-Preis“: Erstmals wird es den mit 150 Euro dotierten „Bornheim-Preis“, eine Idee von Bürgermeister Christian Mandt, geben: „Wir suchen ein neues Motiv für unsere offiziellen Jubiläumsgrußkarten, denn die bisherigen Motive sind mittlerweile in die Jahre gekommen.“ Aktuell zieren diese Karten Abbildungen aus den 14 Ortschaften. Nun soll es eine, gegebenenfalls mehrere neue Grußkarten geben. Die einzige Vorgabe: Die Motive sollen einen Bezug zur Gesamtstadt haben. Das prämierte Motiv wird dann künftig die Karten, die etwa zu Gold- oder Diamanthochzeiten oder zu besonderen Geburtstagen verschickt oder mitgebracht werden, zieren: „Manche Leute haben die bisherigen Karten mit den selben Motiven schon öfter bekommen, daher finde ich es eine coole Idee, diese Aktion mit dem Jugendkunstpreis zu verbinden“, betonte Mandt. Der Jury für den „Bornheim-Preis“ gehören neben Mandt auch Judith Steinig-Lange sowie Stadtsprecher Christoph Lüttgen an. Zudem hofft Mandt, noch zwei Ortsvorsteher, jeweils einen aus einem Vorgebirgs- und einen aus einem Rheindorf für die Jury zu gewinnen.
Kunst erleben, Neues entdecken: Alle Teilnehmenden am Jugendkunstpreis erhalten zudem die Möglichkeit an einem künstlerischen Workshop im Kunstmuseum Bonn teilzunehmen inklusive einer „Behind-the-Scenes-Führung.“ Auf diese Weise können junge Menschen ihre Fähigkeiten weiterentwickeln und Einblicke in die professionelle Museumsarbeit erhalten, schilderte Jennifer Keil. Einige Teilnehmende haben schon öfter ihre Werke eingereicht: „Dabei ist es faszinierend zu erleben, wie sich manche von ihnen über die Jahre weiterentwickelt haben“, stellte Marie-Therese van den Bergh fest. Und Jennifer Keil ergänzte: „Viele blühen regelrecht auf, wenn sie ihre Werke auch einmal zeigen dürfen, aber auch die Geldpreise motivieren sie, mitzumachen.“ Im Schnitt nahmen in den vergangenen zwischen 20 und 26 Mädchen und Jungen teil, zuletzt war die Zahl ein wenig rückläufig, deshalb wird das Organisationsteam auch noch einmal in den Schulen kräftig die Werbetrommel rühren und sich nicht allein auf die sozialen Netzwerke oder Medien verlassen.
Helfende Hände gesucht: Das Organisationsteam, das derzeit aus Jennifer Keil, Dennis Keil, Yunus El-Zayat, Yumna El-Zayat, Anne Thielen, Annika Quetting und Leonard Frei besteht, freut sich über ehrenamtliche Helfer: „Wir finden für jeden etwas Passendes“, versprach Jennifer Keil. Wer möchte kann, sich beispielsweise um die Social-Media-Auftritte, das Verfassen von Pressemeldungen oder das Anwerben von Sponsoren kümmern.
Der Hauptsponsor: Seit 2019 wird der Jugendkunstpreis von der Metis-Stiftung unterstützt, die sowohl naturwissenschaftliche als auch künstlerische Projekte fördert. Die Stiftung hat die Unterstützung für insgesamt 20 Jahre zugesichert. Gegründet wurde die Stiftung 2015 von der Bildhauerin Cornelia Meyer-Sattler und dem Physiker Stefan Sattler. Der Name Metis stammt aus dem Griechischen und bedeutet „kluger Rat“.
Kontaktdaten:
Wer seine Werke online anmelden oder das Team unterstützen möchte, kann dies per E-Mail an jugendkunstpreis.bornheim@gmail.com, über Instagram @jugendkunstpreis.bornheim sowie über die Internetseite www.jugendkunstpreis-bornheim.art tun.
Redakteur/in:Frank Engel-Strebel aus Bornheim |
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