Lebensmittel für bedürftige Menschen
10 Jahre Ausgabestelle der LebEKa Hersel

Zehn Jahre LeBEka Hersel feierten die Ehrenamtlichen im evangelischen Pfarrheim in Hersel.
  • Zehn Jahre LeBEka Hersel feierten die Ehrenamtlichen im evangelischen Pfarrheim in Hersel.
  • Foto: Frank Engel-Strebel
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Bornheim-Hersel - (fes) Ein Jubiläum lädt in der Regel zum fröhlichen Feiern ein.
Doch das 10-jährige Bestehen der Lebensmittelausgabestelle der
evangelischen und katholischen Kirchen in Bornheim in Alfter (LebEKa)
in Hersel sorgte für gemischte Gefühle:

„Es lässt sich darüber diskutieren, ob es ein Grund zum Feiern
ist, dass es diese Hilfe überhaupt gibt“, meinte Diakonin Stefanie
Schmelzer von der Evangelischen Kirchengemeinde Vorgebirge. Sie
kritisiert, dass staatliche Hilfen wie „Hartz IV“ für
Langzeitarbeitslose, bedürftige Rentner oder Alleinerziehende einfach
nicht ausreichen. Schmließlich müssten sämtliche Anschaffungen,
auch größere, aus dem Regelsatz bestritten werden. „Leider gibt es
auch Menschen, die sich von der Hilfe der Tafeln oder
Lebensmittelausgaben abhängig machen. Die wenigen zusätzlichen
Möglichkeiten werden schnell zum Lebensstandard. Das macht mich oft
nachdenklich“, so Schmelzer weiter.

Trotzdem sei es aus ihrer Sicht richtig der Lebensmittelverschwendung
entgegen zu wirken, bevor unverdorbene Lebensmittel entsorgt werden.
Diese sollten dann lieber bedürftigen Menschen zur Verfügung
gestellt werden. Auch Pfarrer Jörg Stockem von der katholischen
Kirche findet es bedauerlich, dass es in einem Land wie Deutschland
überhaupt solche Lebensmittelausgabestellen geben müsse. Stockem
feierte den Jubiläumsgottesdienst der LebEKa mit seinem evangelischen
Amtskollegen Eckart Wüster in der Evangelischen Kirche Hersel
feierte. Bürgermeister Wolfgang Henseler appellierte, die sozialen
Unterschiede, die es auch in Bornheim gebe, zu überwinden. In einem
reichen Land wie Deutschland müsse man sich für mehr Gerechtigkeit
einsetzen. Rund 40 Ehrenamtler feierten das Jubiläum der Herseler
LebEKa, die Lebensmittel für Bedürftige der Rheinschiene im
evangelischen Gemeindezentrum in Hersel ausgibt. Doch die
Ehrenamtlichen packen nicht nur an und verteilen Brot, Gemüse, Obst
und manchmal auch Süßigkeiten. Sie musizieren auch, wie sie in dem
ökumenischen Gottesdienst mit den „LebEKa“-Liedern eindrucksvoll
bewiesen. Stefanie Schmelzer übernahm den Gesangspart und Koordinator
Alfons Fischer-Reuter spielte Gitarre.

Die LebEKa wurde 2004 in Bornheim ins Leben gerufen, 2006 folgte eine
zweite Ausgabestelle in Kardorf, 2008 kam Hersel hinzu und 2010
Oedekoven. Zusätzlich existiert in Merten noch das Möbellager
„Hängematte“. Rund 280 Haushalte werden aktuell von den vier
Ausgabestellen von etwa 80 ehrenamtlichen Kräften betreut.

Infos kompaktAusgabestelle für die Rheinorte Hersel, Uedorf und
Widdig

Ev. Dreieinigkeitskirche

Mertensgasse 17 a, Hersel

Donnerstag 10.30 - 11.30 Uhr

Anmeldung:

Eine Stunde vor der Ausgabe

Tel.: 0170-1059235

(Die. bis Fr.: 9 - 15 Uhr)

www.vorgebirge-evangelisch.de oder www.lebeka.de

Redakteur:

RAG - Redaktion

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