Belobigung nach Messerangriff
Zivilcourage in höchster Not bewiesen
- Ümmü Gülsüm Karakus und Regierungspräsident Gregor Lange.
- Foto: Bezirksregierung Köln
Bonn/Köln (red). Für ihr umsichtiges und beherztes Eingreifen nach einem Messerangriff ist Ümmü Gülsüm Karakus öffentlich belobigt worden. Regierungspräsident Gregor Lange überreichte ihr in der Bezirksregierung Köln die Auszeichnung und sprach ihr im Namen der Landesregierung Dank und Anerkennung aus.
Der Vorfall hatte sich im September 2024 an einer Verkehrsampel in Bonn ereignet. Karakus wurde dort auf zwei stark blutende Menschen aufmerksam. Die Verletzten berichteten, dass sie von einem Mann mit einem Messer angegriffen worden seien. Karakus reagierte sofort, brachte beide aus der unmittelbaren Situation in Sicherheit und organisierte die Erstversorgung.
Hilfe koordiniert
Die Ersthelferin veranlasste, dass ein Rettungswagen alarmiert und ein Erste-Hilfe-Kasten bereitgestellt wurde. Anschließend bezog sie weitere Passanten in die Versorgung ein. Sie leitete die Anwesenden bei der Hilfe für die verletzte Person mit einer Schnittwunde am Unterschenkel an, während sie sich selbst um den schwer verletzten zweiten Menschen kümmerte.
Die Schnittverletzung am Unterschenkel war den Angaben zufolge rund zehn Zentimeter lang und zwei Zentimeter tief. Der andere Verletzte wies mehrere Schnitt- und Stichverletzungen am Rücken, im Gesicht und an den Armen auf.
Auch nach dem Eintreffen des Rettungsdienstes setzte Karakus ihre Hilfe fort. Sie unterstützte die Rettungskräfte bei der weiteren Versorgung der beiden Verletzten. Aufgrund ihres umsichtigen Handelns wurde sie für die öffentliche Belobigung vorgeschlagen.
Dank der Landesregierung
Regierungspräsident Gregor Lange würdigte den Einsatz als Beispiel für Zivilcourage. „Die öffentliche Belobigung ist Ausdruck unseres Dankes und unserer Anerkennung für ein Handeln, das alles andere als selbstverständlich ist“, sagte Lange.
Wer in einer Notsituation nicht wegsehe, sondern mutig und verantwortungsbewusst helfe, leiste einen unschätzbaren Beitrag für die Gesellschaft. Gerade in einer Zeit, in der Zivilcourage mehr denn je gebraucht werde, setze ein solches Engagement ein starkes Zeichen.
„Solche Menschen verdienen unseren Respekt und unsere Anerkennung – sie machen unsere Gesellschaft menschlicher und stärker“, betonte der Regierungspräsident. Mit der öffentlichen Belobigung würdigte das Land Nordrhein-Westfalen Karakus’ unmittelbare Hilfe, die Organisation der Erstversorgung und ihre Unterstützung der Rettungskräfte.
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