Dienstleistungszentrum
Stadt verspricht besseren Bürgerservice

Erläuterten die Evaluierung (vlnr.): Günter Dick, Amtsleiter Bürgerdienste, Monika Hörig, Stadtsprecherin, OB Ashok Sridharan, Andreas Leinhaas, Amtsleiter Organisation.
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Bonn - (we) Das Ergebnis einer stadteigenen Evaluierung - d. h. Bewertung -
der Arbeit des Dienstleistungszentrums innerhalb der Bürgerdienste
stellte OB Ashok Sridharan vor. Aus dem Ergebnis abgeleitet ergeben
sich Änderungen bei den Arbeitsschritten (= Prozessen) und
Veränderungen in den Abläufen, die insgesamt auf Sicht zu deutlichen
Verbesserungen für die Bürger führen sollen, die die Leistungen des
Dienstleistungszentrums in Anspruch nehmen müssen.

Das müssen sie etwa, wenn sie einen neuen Ausweis brauchen, sich
ummelden oder sonst eine Bescheinigung von der Meldebehörde, sprich
Stadtverwaltung, brauchen. Dazu wurde vor einiger Zeit eine
Terminvergabe per Internet eingeführt. Das wiederum führte zu
Wartezeiten von bis zu sechs Wochen und wohl noch mehr. Eine schiere
Katastrophe für alle, die zügig einen Ausweis brauchen oder schnell
eine Urkunde haben müssen.

Jetzt die gute Nachricht: Die Evaluierung hat tatsächlich einen
Verbesserungsbedarf ergeben. Nunmehr will man zwar am System mit den
Terminvergaben festhalten, aber mehr Termine vergeben. Wie das geht?
Erstens wird mehr Personal bereitgestellt. Vier Personen sollen bei
einer Gesamtpersonalsumme von 125,49 Vollzeitstellen neu hinzukommen.
Bewerten mögen das andere, die Stadt will allerdings an dem
Spareffekt festhalten, der ihr vorgegeben sei. Diese Einsparungen
betrugen 1,2 Millionen Euro beim bisherigen gegenüber dem davor
gültigen System. Jetzt bleiben immerhin noch nach Durchführung der
angedachten Veränderungen 600.000 Euro an Einsparungen übrig. Da es
sich hier um Steuermittel handelt, wird niemand dagegen sein, wenn die
Stadt einsparen will.

Es werden also mehr Termine vergeben. Das geht wie gesagt, weil mehr
Personal eingesetzt wird. Die vier Zusatzstellen allein werden es
nicht bringen. Nun hatte das Dienstleistungszentrum in der jüngeren
Vergangenheit auch eine Menge Personalverlust durch Fluktuation zu
beklagen. Hier sollen die vakanten Stellen so zügig wie möglich
nachbesetzt werden. Das brächte wohl tatsächlich merkliche
Entlastung.

Des Weiteren sollen die dezentralen Sprechstunden in den Stadtteilen
beibehalten werden. Zum dritten sind mobile Einheiten geplant, die in
weiter entfernte Ortsteile fahren und dort die Tätigkeiten des
Dienstleistungszentrums ausführen.

Eine weitere Idee, die aber noch zu verhandeln ist, ist die Öffnung
des Dienstleistungszentrums an Samstagen. Aber das ginge nur auf
freiwilliger Basis gegen Mehrarbeitsvergütung. Dazu stehen
Verhandlungen mit der städtischen Personalvertretung an.

Die Hotline der Stadt, oft wegen es häufigen Besetztzeichens ein
weiteres Hindernis auf dem Weg des Einzelnen zur Stadtverwaltung, wird
verbessert. Das kann man, indem man Prozesse verschlankt und
Kompliziertes vereinfacht.

Dann gibt es noch ein Frühwarnsystem, das rechtzeitig davor warnt,
wenn die Wartezeiten zu lang werden. Dann kann man entweder mehr
Termine vergeben oder gleich mehr Personal einfahren.

Schließlich will man auch das äußere Erscheinungsbild des
Dienstleistungszentrums erträglich gestalten. Dazu wird der Gang, die
Passage von der Gastwirtschaft zum Ausgang, geschlossen und dem
Aufenthaltsbereich für das Publikum zugeschlagen sowie der gesamte
Bereich aufgehübscht. Es wird dann zwar kein Luxus herrschen, man
darf sich aber als Mensch fühlen und nicht als bloßer Bittsteller.

Und wann sollen die Ideen umgesetzt werden? Nun, aus dem
Evaluierungsbericht muss erst ein Konzept mit den aus dem Bericht zu
ziehenden Konsequenzen werden. Dafür tagt eine Arbeitsgruppe. Dann
wollen auch noch die politischen Parteien gehört werden, die
teilweise schon heftigen Widerstand angekündigt haben. Im Laufe 2019
sollte man mit Veränderungen rechnen dürfen. Schließlich geht es
darum, den Bürger zufriedenzustellen. Und das sollte dessen eigener
Verwaltung gelingen.

Erläuterten die Evaluierung (vlnr.): Günter Dick, Amtsleiter Bürgerdienste, Monika Hörig, Stadtsprecherin, OB Ashok Sridharan, Andreas Leinhaas, Amtsleiter Organisation.
Das Dienstleistungszentrum heute: Die Passage vor dem Eingang soll dem Aufenthaltsbereich zugeschlagen werden.
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