Kriminalstatistik
Einbruchzahlen steigen
- Symbolbild: Prävention und mechanische Sicherungstechnik sollen Wohnungseinbrüche verhindern.
- Foto: Netzwerk „Zuhause sicher“
Region (red). Die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle in Deutschland ist im Jahr 2025 gestiegen. Das geht aus der am Montag veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik hervor. Demnach wurden bundesweit 82.920 Wohnungseinbrüche registriert. Das entspricht einem Plus von 5,7 Prozent beziehungsweise 4.484 Fällen im Vergleich zum Vorjahr. Während die Gesamtzahl der Straftaten leicht rückläufig war, entwickelte sich der Wohnungseinbruchdiebstahl damit gegen den allgemeinen Trend.
Zusätzlich zu den Wohnungseinbrüchen wurden 92.870 Diebstähle aus Keller‑ und Dachbodenräumen sowie aus Waschküchen erfasst. Die Statistik bildet jedoch nicht das vollständige Ausmaß ab. Laut der bundesweiten Dunkelfeldstudie SKiD 2024 wurden nur rund 57 Prozent der Wohnungseinbruchdiebstähle der Polizei gemeldet. Besonders auffällig ist dabei der Unterschied zwischen vollendeten und versuchten Taten.
Neben der Anzahl der Delikte sind auch die finanziellen Folgen erheblich. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. zahlten Hausratversicherer im vergangenen Jahr für rund 100.000 Wohnungseinbrüche etwa 380 Millionen Euro an Versicherungsleistungen aus. Damit liegen die Schäden im dreistelligen Millionenbereich.
Vor diesem Hintergrund verweist das Netzwerk „Zuhause sicher“ auf die Bedeutung von Prävention. Einbrecher nutzten jede sich bietende Gelegenheit, heißt es in der Mitteilung. Gleichzeitig könne jeder etwas zum Schutz von Wohnung oder Haus beitragen. Das Netzwerk unterstützt Bürgerinnen und Bürger dabei von der polizeilichen Beratung über die Auswahl geeigneter Sicherheitstechnik bis zur handwerklichen Umsetzung.
Ein zentraler Grundsatz der polizeilichen Empfehlungspraxis lautet dabei „Mechanik vor Elektronik“. Mechanische Sicherungstechnik entziehe Einbrechern vor allem eines: Zeit. Dadurch würden viele Taten bereits im Versuch abgebrochen. Bei der Auswahl von Produkten und Fachbetrieben wird geraten, auf geprüfte Qualität zu achten, etwa durch entsprechende DIN‑Normen oder den polizeilichen Adressennachweis für Fachbetriebe.
Im Netzwerk „Zuhause sicher“ arbeiten bundesweit Polizeibehörden, Handwerksbetriebe, Architekturbüros sowie Unternehmen aus Industrie, Handel und Versicherungswirtschaft zusammen. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger für Einbruch‑ und Brandschutz zu sensibilisieren und sie auf dem Weg zu einem besser gesicherten Zuhause zu begleiten. Dieses Engagement kann durch eine Präventionsplakette sichtbar gemacht werden.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |