Nepper-Schlepper-Bauernfänger
Seniorin händigte ihren Goldschmuck aus

Eine Seniorin aus Bad Godesberg ist das Opfer von Telefonbetrügern geworden.
  • Eine Seniorin aus Bad Godesberg ist das Opfer von Telefonbetrügern geworden.
  • Foto: Symbolfoto: Polizei
  • hochgeladen von Jan L. Dahmen

Und schon wieder ist eine Seniorin aus Bonn das Opfer von dreisten Telefonbetrügern geworden. Diesmal traf es eine 79-Jährige aus Bad Godesberg.
Die Seniorin war von einem angeblichen Polizisten angerufen worden, der ihr mitteilte, dass ihre Tochter in Köln einen Autounfall verursacht habe, bei dem ein Kind ums Leben gekommen sei. Die Mutter des Kindes sei bei dem Unfall schwer verletzt worden. In einem weiteren Telefonat gab sich dann wenig später ein Mann als der Anwalt der Tochter aus und gab der 79-Jährigen zu verstehen, dass nur durch eine Kaution eine Haftstrafe für die Tochter verhindert werden könne. Durch diesen Schockanruf derart eingeschüchtert, einigte sich die Rentnerin mit den Betrügern auf die Übergabe von Goldschmuck, den die Frau aus einem Schließfach ihrer Bank daraufhin abholte. Als Übergabeort wurde die Kölnstraße in Bonn ausgemacht. In Höhe der Hausnummer 18-20 übergab die 79-Jährige schließlich gegen 16 Uhr den Schmuck an eine bislang unbekannte Frau.

Die Abholerin kann wie folgt beschrieben werden:
- Etwa 160 - 165 cm groß, schlank, lange schwarze und glatte
Haare, trug schwarze Kleidung und einen weißen Mundschutz
Das zuständige Kriminalkommissariat 24 hat die weitergehenden Ermittlungen zu dem Fall übernommen. Zeugen, die Beobachtungen mit einem möglichen Zusammenhang zu der geschilderten Übergabe auf der Kölnstraße gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0228 15-0 mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen.

Die Polizei warnt:

  •  Betrüger geben sich als Polizisten aus und berichten bei "Schockanrufen" von Verkehrsunfällen, die Ihnen nahestehende Personen verschuldet haben sollen.
  • Seien Sie misstrauisch bei allen Anrufen - gesundes Misstrauen ist nicht unhöflich!
  • Rufen Sie Ihren vermeintlichen Verwandten unter einer Ihnen bekannten Nummer zurück und vergewissern Sie sich, ob tatsächlich eine Notlage vorliegt.
  • Machen Sie am Telefon keine Angaben zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen. Die richtige Polizei befragt Sie am Telefon nicht nach Bargeld oder Wertgegenständen, die Sie zu Hause oder auf einer Bank haben - auch nicht im Rahmen von dringenden Ermittlungen.
  • Händigen Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte aus.
  • Beenden Sie das Telefonat - legen Sie den Hörer einfach auf oder drücken Sie die entsprechende Taste am Telefon.
  • Informieren Sie sofort die Polizei über 110, indem Sie nach dem Auflegen selbst den Notruf der Polizei wählen. Vertrauen Sie sich zudem Angehörigen oder Bekannten an.

Die Seniorenberatung der Bonner Polizei bietet Betroffenen und deren Familienangehörigen nach einem solchen Vorfall eine Beratung in einem persönlichen Gespräch und bei Bedarf weiterführendes Informationsmaterial an. Rufen Sie die Präventionsdienststelle unter 0228 15-7617 oder 0228 15-7676 an oder schreiben Sie eine E-Mail an seniorenberatung.bonn@polizei.nrw.de.

Weitere Tipps zum Schutz vor Schockanrufen: hier klicken

Redakteur:

Jan L. Dahmen aus Bonn

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