Bäume für die Hoffnung
25 Kinder pflanzen Mut
- In Bergneustadt entsteht der „Mutwald“, den Kinder anlegen, die chronisch oder sogar lebensbedrohlich erkrankt sind.
- Foto: Stiftung It‘s for Kids
Bergneustadt (red). Ein kleiner Apfelbaum, ein Kirschbaum oder eine Birne kann die Welt nicht verändern. Für manche Kinder kann er aber zu einem ganz besonderen Symbol werden. Genau darum geht es beim Mutwald der Stiftung It‘s for Kids, der jetzt auf dem Gelände von GIZEH Verpackungen in Bergneustadt gewachsen ist.
25 Kinder pflanzten dort gemeinsam mit ihren Familien jeweils einen eigenen Obstbaum. Die jungen Teilnehmer leben mit chronischen oder lebensbedrohlichen Erkrankungen oder müssen belastende Erfahrungen verarbeiten. Für sie entstand ein Ort, der weit über einen einzelnen Aktionstag hinaus Bestand haben soll.
Der Gedanke dahinter ist ebenso einfach wie berührend: Der eigene Baum wächst Jahr für Jahr weiter und erinnert daran, dass Entwicklung, Stärke und Hoffnung auch nach schwierigen Zeiten möglich sind. Die Familien können jederzeit zurückkehren, ihren Baum besuchen und seine Entwicklung verfolgen.
Dass diese Idee funktioniert, zeigte sich bereits während der Pflanzaktion. Zwischen Spaten, Erde und jungen Bäumen entstanden Momente, die vielen Beteiligten lange in Erinnerung bleiben werden. Eine Mutter brachte die Wirkung des Tages auf den Punkt: „Der Tag hat genau das bewirkt, was er bewirken sollte: ganz viel Mut.“ Ihr Sohn sei stolz gewesen, einen eigenen Baum pflanzen zu dürfen. „Diesen Tag werden wir niemals vergessen.“Für eine fröhliche Atmosphäre sorgte ein buntes Rahmenprogramm mit Gaukler Gaudius, Feuerkünstler feumixx, Mitmachzirkus, Kinderschminken sowie Musik, Popcorn und Zuckerwatte. Im Mittelpunkt stand jedoch nicht die Unterhaltung, sondern das gemeinsame Erleben von Familien, die oft mit besonderen Herausforderungen umgehen müssen.
Der neue Mutwald ist bereits der dritte seiner Art. Nach Düsseldorf und Leverkusen hat die Stiftung mit Bergneustadt einen weiteren Ort geschaffen, an dem Kinder erleben können, dass Hoffnung wachsen kann, genau wie die 25 jungen Bäume, die nun ihre Wurzeln in die oberbergische Erde schlagen.
Redakteur/in:Ulf-Stefan Dahmen |