Tag des offenen Denkmals auf Zanders-Areal
Kraftwerk im Fokus
- Das Kraftwerk auf dem Zanders-Areal steht im Mittelpunkt des Tags des offenen Denkmals. Foto: Julia Holland
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Bergisch Gladbach. Am Sonntag, den 13. September 2026, lädt das Team des Projekts Zanders-Areal auf das Gelände der ehemaligen Papierfabrik ein. Anlässlich des bundesweiten Tags des offenen Denkmals erhalten Bürgerinnen und Bürger von 11 bis 18 Uhr Einblicke in die Geschichte, Gegenwart und Zukunft dieses sich stetig wandelnden Schlüsselorts der Stadtentwicklung. Passend zum Motto des Aktionstags „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“ steht das Kraftwerk der ehemaligen Papierfabrik im Mittelpunkt. Das zwischen 1930 und 1931 nach Plänen des Architekten Dominikus Böhm errichtete Gebäude war jahrzehntelang das technische Herz des Werks und versorgte die Papierproduktion mit Strom und Dampf. Am Tag des offenen Denkmals können Besucherinnen und Besucher das Kraftwerk bei Rundgängen, Vorträgen und Ausstellungen aus einer neuen Perspektive kennenlernen und mehr über seine historische Bedeutung, seine Funktion und mögliche zukünftige Nutzungen erfahren.
Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt. Im Außenbereich laden Kaffee, Kuchen sowie kleine Speisen und Getränke zum Verweilen und Austausch ein.
Das Kraftwerk wuchs über Jahrzehnte hinweg mit den steigenden Energiebedürfnissen der Papierfabrik. Erweiterungsbauten ließen bis Ende der 1980er Jahre eine imposante Infrastrukturzentrale entstehen. Zum Tag des offenen Denkmals werden zwei ebenerdig zugängliche Gebäudeteile zu temporären Veranstaltungsorten.
In der Halle der Speisewasseraufbereitung, in der zu Produktionszeiten das Wasser unter anderem durch Filtration und Enthärtung für die Dampferzeugung aufbereitet wurde, erwartet die Besucher*innen eine Ausstellung. Verschiedene Stationen beleuchten dabei die Geschichte des Kraftwerks und seine Bedeutung als Energiezentrale der Papierfabrik. Eine weitere Station informiert über den aktuellen Stand der infrastrukturellen Planungen für die künftige Energie- und Medienversorgung des Zanders-Areals. Eine Ideenwand in der Ausstellung lädt dazu ein, Wünsche, Anregungen und Vorschläge für die zukünftige Nutzung des Kraftwerks festzuhalten.
Mit dem Potenzial des Gebäudes haben sich zudem angehende Architektinnen und Architekten der TH Köln kreativ auseinandergesetzt. Ausgewählte Projektarbeiten zeigen anhand von Plänen und Modellen unterschiedliche Visionen für die künftige Nutzung des Kraftwerks.
Prof. Dr. Daniel Lohmann, Professor für Architekturgeschichte und Entwerfen an der TH Köln, widmet sich in einem Vortrag am Beispiel des Zanders-Kraftwerks der Frage, wie Erinnerungskultur dazu beitragen kann, das industrielle, aber auch gesellschaftliche Erbe zu bewahren und für kommende Generationen erlebbar zu machen. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Austausch. Der Vortrag findet um 13 und 15 Uhr statt.
Über den Tag verteilt finden außerdem Rundgänge durch die Kessel- und Turbinenhalle statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Rundgänge starten stündlich an einem ausgeschilderten Treffpunkt, sobald sich eine Gruppe von ca. 20 Personen gebildet hat. Die Teilnahme ist nur mit festem Schuhwerk möglich. Die Rundgänge sind nicht barrierefrei; Kinder können ausschließlich in Begleitung eines Erwachsenen teilnehmen.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |