Hermann-Löns-Forum lud zum Talkabend
Andere Erwartungen an die Arbeitswelt
- Moderatorin Melanie Wielens (r.) begrüßte auf dem Podium Influencerin Laura, DGB-Gewerkschaftssekretärin Nicola Dichant, Projektleiterin Bianca Degiorgio und Musiker J-J Da Costa (v.l.). Foto: Hoeck
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Bergisch Gladbach (hh). Seit dem Frühjahr 2023 veranstaltet das „Hermann-Löns-Forum“ zweimal pro Jahr einen Talkabend zu einem interessanten Thema. „Projektkoordinatorin Lena Peukert und ich setzen uns für die Auswahl zusammen und schauen, was die Menschen aus den Stadtteilen Gronau und Hand bewegt respektive welches Thema in der Gesellschaft aktuell Bedeutung hat. Dabei nehmen wir auch gerne Anregungen von Besuchern auf. Wichtig ist uns nach der Entscheidung, Gesprächsgäste zu finden, die möglichst verschiedene Meinungsrichtungen vertreten und einen regionalen Bezug haben, denn dadurch wird die Veranstaltung auch sehr lebendig“, erläutert Leiter Elmar Funken den Hintergrund. Nachdem in der Vergangenheit ein Austausch über Integration, Familie, Einsamkeit oder Glück stattfand, diskutierten nun vier Experten über das Thema „Unsere Arbeitsmoral im Wandel – sind wir zu faul oder zu emsig?“ unter der Moderation der Journalistin Melanie Wielens. Auf dem Podium hatten Bianca Degiorgio (Projektleiterin des Bereichs Fachkräftesicherung und Marketing bei der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft), DGB-Gewerkschaftssekretärin Nicola Dichant, Influencerin Laura sowie Quartiersmanager, Musikproduzent und Sänger J-J Da Costa Platz genommen. Nachwuchsmitarbeiter für Unternehmen zu gewinnen, so Degiorgio, zeige dass Jugendliche andere Erwartungen an die Arbeitswelt als frühere Generationen hätten. „Sie Wert darauf, gesund zu bleiben und fordern dies von ihrem Arbeitgeber ein“. Gewerkschaftssekretärin Nicola Dichant fand es schwierig, eine Grenze zwischen den Titelbegriffen „faul“ und „emsig“ zu ziehen. „Die Arbeitsbedingungen haben sich ja auch gewandelt und eine Entgrenzung hat stattgefunden.“ Viele Arbeitnehmer hätten ein Diensthandy, wodurch sie immer erreichbar seien und somit die Grenzen geschlossener Arbeitszeiten aufgeweicht würden. „Dann sind aber auch Phasen der Nicht-Arbeit mindestens genauso wichtig und sollten normal sein. Dennoch ist man dann ja nicht direkt faul. Die Entgrenzung darf jedenfalls nicht überhandnehmen.“
Redakteur/in:RAG - Redaktion |