Schließung Krankenhaus Bedburg
Klinik Maria-Hilf sieht sich gut vorbereitet

Erst im November wurde der Anbau an das Bergheimer Krankenhaus fertiggestellt. Jetzt sucht die Klinik weiteres Personal, um der neuen Situation gerecht zu werden.
 | Foto: MHK
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Das Bedburger Krankenhaus ist insolvent und schließt Ende Januar. Das Krankenhaus in Bergheim verzeichnet bereits mehr Patienten, muss sich aber personell noch auf die neue Situation einstellen.

Bedburg/Bergheim (red). Die Folgen der Schließung des Krankenhauses St. Hubertus Stift sind auch im benachbarten Krankenhaus Maria-Hilf in Bergheim spürbar. „Die Zahl der stationären und Notfallpatienten ist rasant gestiegen“, teilt das Krankenhaus mit.

Um dem erhöhten Bedarf einer stationären Versorgung nachzukommen, hat das Bergheimer Krankenhaus Maria-Hilf bereits vor zwei Jahren wichtige Maßnahmen ergriffen. Mit der Errichtung eines Erweiterungsbaus des Bettentraktes konnten alle vier Stationen erweitert werden. Im vergangenen November wurde der Bau fertiggestellt und in Betrieb genommen. Dank dieser Maßnahme sieht sich das Krankenhaus gut gerüstet, um die Versorgung im Rhein-Erft-Kreis auch nach der Schließung des Bedburger Hauses zu leisten. „Das MHK betreibt eine der größten traditionellen Endoprothetik-Abteilungen im gesamten Landkreis mit ausgewiesener Qualität: der Zertifizierung als Endoprothesenzentrum für Knie- und Hüftgelenke“, schreibt das Krankenhaus. Die Endoprothetik war in Bedburg das Aushängeschild des Hauses.

Erhöhtes Patientenaufkommen in der Notaufnahme

Auch in der Zentralen Notaufnahme der Bergheimer Klinik merkt man die Auswirkungen der Klinikschließung in Bedburg. „Die Zahl der Patienten, die unsere Notaufnahme aufsuchen, ist derzeit deutlich erhöht“, erklärt Dirk Petermann, Oberarzt der Chirurgie, der auch gleichzeitig Ärztlicher Leiter des Notarztstandortes der Kreisstadt Bergheim ist. „Deshalb kann es aktuell zu längeren Wartezeiten kommen, da wir mehr Patienten versorgen müssen, als Fachkräfte zur Verfügung stehen.“

In einer Notaufnahme werde nach strengen Vorgaben, dem Manchester-Triage-System, priorisiert, welche Patienten zuerst behandelt werden und welche erst einmal warten könnten. Konkret bedeutet das: Ein Unfallopfer mit inneren Verletzung hat Vorrang vor einem verstauchten Fuß oder einer Schnittverletzung. „Natürlich verstehen wir, dass alle Patienten Schmerzen haben und behandelt werden wollen – das werden sie ja auch, aber anhand dieser sehr sinnvollen und weltweit erprobten Priorisierung. Wir bitten um Verständnis, dass gerade jetzt längere Wartezeiten entstehen, denn wir benötigen etwas Zeit, um die internen Prozesse anzupassen und uns neu auszurichten“, so Petermann.

Verstärkung für das Team, sowohl für die Notaufnahme als auch für die Stationen, sei willkommen. Interessierte können sich, auch kurzfristig, telefonisch bei den jeweiligen Ansprechpartnern der Fachabteilungen melden oder über die Internetseite informieren und bewerben, so die Klinik.

Redakteur/in:

Georg Zingsheim aus Kerpen

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