Begehrte Auszeichnung
Rheinlandtaler für Markus Potes

Bergheim (red). Der LVR zeichnet mit dem Rheinlandtaler Menschen aus, die sich in besonderer Weise um die kulturelle Entwicklung des Rheinlands verdient machen. Ein solcher Mensch ist Markus Potes, dem jetzt von der Vorsitzenden der Landschaftsversammlung Rheinland, Anne Henk-Hollstein, im Horion, Haus des Landschaftsverbandes Rheinland in Köln-Deutz, der Reinlandtaler verliehen wurde.
Potes ist studierter Historiker und Lehrer für Geschichte, Geographie und katholische Religion. Er engagiert sich weit über das Schulleben hinaus für die heimatliche Geschichte – er ist ein Landeskundler und verbindet somit sein berufliches Wirken und seine persönliche Leidenschaft.
Schon 1985 war der damalige Geschichtsstudent ein Gründungsmitglied des Heimat- und Geschichtsvereins Quadrath-Ichendorf, dessen Vorsitzender und Motor er seit 2014 ist. „Der Verein für Geschichte und Heimatkunde Quadrath-Ichendorf kann sich glücklich schätzen, einen so aktiven und engagierten Vorsitzenden an seiner Spitze zu haben. Gerade in unserer Zeit, in der sich immer weniger Menschen ehrenamtlich betätigen, einer Zeit, in der die Mitgliederzahlen zurückgehen, sind gemeinnützige Vereine wichtiger denn je,“ so Anne Henk-Hollstein. Sie hob in ihrer Laudatio auch hervor, dass Potes die Vernetzung mit anderen Vereinen, wie etwa den Heimatfreunden Kerpen oder dem Verein Museum der Stadt Bergheim, ganz wichtig sind.
Er erforscht intensiv die Historie, brilliert aber dann durch seine ganz besondere Fähigkeit, Menschen für Geschichte zu begeistern, sei es durch Vorträge oder Reden oder auch durch seine lebendigen Publikationen, die jährlich zur Weihnachtszeit herausgegeben werden: Besonders am Herzen liegt dem Preisträger auch das in seinem Heimatort beliebte Historienspiel Jan und Griet mit Astrid Machuj. Potes Verdienste um die Heimatgeschichte sind aber noch vielseitiger: 2014 initiierte Potes zusammen mit seiner Religionsklasse des Europagymnasiums im Rahmen des Kirchenfahrradportals „Pfarr-Rad“ die 50. Radtour als „Kolping-Radwanderweg in Kerpen“. Auf ihn geht auch die Initiative zur Gründung einer Bildungspartnerschaft zwischen dem städtischen Gymnasium und dem Kerpener Stadtarchiv im Jahr 2014 zurück. Diese Partnerschaft brachte nicht nur fruchtbare Ergebnisse bei der Erforschung der Feldpostbriefe aus dem Ersten Weltkrieg, sondern auch auf dem wichtigen Gebiet der jüdischen Geschichte Kerpens. 2018 wurde ein Gemeinschaftsprojekt über die Spuren der jüdischen Familie Schwarz in Kerpen ins Leben gerufen und deren Schicksal zur Zeit des nationalsozialistischen Terrors detailliert recherchiert.
Potes, ebenfalls Mitglied im Museumsverein Bergheim, unterstützt hier mit Vorträgen und Aufsätzen bei Publikationen. Aktiv ist er auch im Lehrertheater am Kerpener Europagymnasium. Seit 2017 werden unter seiner Regie in Zusammenarbeit mit dem evangelischen Schulpfarrer Ralf Herbertz sowie dem Stadtarchiv Kerpen mit großem Erfolg Historienspiele aufgeführt. In der anschließenden Dankesrede von Potes bewies er sein rednerisches Talent, natürlich in seiner Muttersprache Kölsch, und dankte allen, die ihn auf seinem Weg so unterstützend begleitet haben, ganz besonders auch seiner Ehefrau Susanne.
Das Programm begleiteten die beiden ebenfalls mit dem Rheinlandtaler ausgezeichneten Musikerinnen Monika Kampmann und Ingrid Ittel-Fernau.

Redakteur:

Hanno Kühn aus Elsdorf

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