Einmalig in Deutschland
Umweltskulpturenpark auf der Insel Grafenwerth

Bei der Eröffnung des Parks mit Künstlerin Antye Günther (Mitte), dem Juryvorsitzenden Dr. Sebastian Baden (li.), Bürgermeister Otto Neuhoff (2.v.re.) und dem Stifterehepaar Christoph Dänzer-Vanotti und Dr. Beate Kummer. | Foto: Stiftung
  • Bei der Eröffnung des Parks mit Künstlerin Antye Günther (Mitte), dem Juryvorsitzenden Dr. Sebastian Baden (li.), Bürgermeister Otto Neuhoff (2.v.re.) und dem Stifterehepaar Christoph Dänzer-Vanotti und Dr. Beate Kummer.
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Auf der Insel Grafenwerth in Bad Honnef wurde der Umweltskulpturenpark der Kummer-Vanotti-Stiftung im Beisein zahlreicher geladener Gäste eröffnet. Mit dem Umweltskulpturenpark wollen die Stifter nun in regelmäßigen Abständen hochwertige Kunstwerke, die ein Umweltthema adressieren, auf der Insel aufstellen. Die Kunstwerke werden von Künstlern errichtet, die vorher in einem Auswahlverfahren über eine unabhängige Jury ausgewählt werden. Die für jeden frei zugänglichen Kunstwerke sollen bei den Betrachtern die Notwendigkeit eines nachhaltigen Umgangs mit Natur und Umwelt unterstreichen.

Stifter Christoph Dänzer-Vanotti, erläuterte das Konzept folgendermaßen: „Meine Frau und mich faszinieren Kunstwerke im öffentlichen Raum. Hier geht Kunst zu den Menschen, ist niederschwellig und damit für jeden erlebbar. Ein Skulpturenpark, der ein Umwelt- und Klimathema adressiert, ist bisher einmalig in Deutschland, die Themen dahinter so aktuell und brisant wie nie zuvor. Wir wollen hier Kunstwerke errichten, die unsere Jury mit dem Environment and Art Award einmal jährlich auszeichnet". Coronabedingt konnte nun erst im Juni 2022 die Eröffnung des Parks und die erste öffentliche Preisverleihung stattfinden.

Die erste Preisträgerin aus 2020 ist die internationale Künstlerin Antye Günther, wohnhaft in Rotterdam und aufgewachsen in Rostock und Moskau. Sie erhält den Preis (im Wert von 20.000 €) für das Werk „Keramik-Dokument-Klimawandel“. Dr. Sebastian Baden, Vorsitzender der unabhängigen Jury würdigte das Kunstwerk als „idealen Einstieg in den Skulpturenpark auf den Ausstellungsort der Insel Grafenwerth bezogen, buchstäblich durch seine naturwissenschaftliche Vermessung der Natur und gleichzeitig in höchstem Maße als Keramikskulptur ästhetisch reizvoll“. Bürgermeister Otto Neuhoff hob in seiner Ansprache die Bedeutung der Verbindung von Umwelt und Kultur hervor: „Gerade im öffentlichen Raum und im Besonderen auf der Insel Grafenwerth ist ein solcher Skulpturenpark für die Kommune ein herausragender Platz, an dem sich Familien und Besucher der Region aufhalten und die Kunstwerke genießen können".

Das nun prämierte Kunstwerk von Antye Guenther ist konzipiert als futuristische Tontafel, so werden auf hexagonalen Keramikfliesen umweltrelevante regionale Informationen festgehalten, die in zahlreichen Interviews entstanden sind. Die Preisträgerin Antye Guenther erklärte ihr Kunstwerk: „Keramik ist eines der wenigen natürlich generierten Materialien, die die Menschheit über Jahrtausende hinweg überdauern kann. Als Medium für das Einschreiben von ‚Nachrichten in die Zukunft‘ ist Keramik hervorragend geeignet und tief mit der Geschichte des angrenzenden Westerwaldes verbunden".

Die hochrangig besetzte Fachjury besteht aus dem Vorsitzenden Dr. Sebastian Baden (Kurator der Kunsthalle Mannheim und demnächst Direktor der Sammlung Schirn in Frankfurt) sowie Dr. Camilla Bausch (Geschäftsführende Direktorin des Ecologic-Instituts in Berlin), Andra Lauffs-Wegner (Kunstsammlerin
und Eigentümerin von KAT_A), Dr. Oliver Kornhoff (Museumsdirektor Arp-Museum), Jesse Magee (Künstler und Wissenschaftler), Sascha Müller-Kraenner (Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe) sowie Bad Honnefs Bürgermeister Otto Neuhoff. Noch in 2022 wird das Kunstwerk von Achim Mohne, Preisträger aus 2021, installiert.

Redakteur/in:

RAG - Redaktion

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