Besuch aus Chateauneuf
Partnerschaft lebt von Begegnungen
- Auf die deutsch-französische Freundschaft: Die Delegation aus Châteauneuf erlebte ereignisreiche Tage im Rheinland.
- Foto: Frank Engel-Strebel
Alfter (fes). „Freundschaft und Frieden sind heute leider keine Selbstverständlichkeit mehr, daher ist es wichtig, gemeinsam Brücken zu bauen, damit unsere Verbindung gelebt wird“, mit diesen Worten begrüßte Alfters Bürgermeister Christian Lanzrath 53 Gäste, darunter 26 Jugendliche, aus der französischen Partnergemeinde Châteauneuf zum offiziellen Empfang im Alfterer Rathaus in Oedekoven. Im jährlichen Wechsel reisen die Gäste aus Alfter nach Frankreich und umgekehrt. Für Lanzrath war dies eine Premiere, seit November ist er als Nachfolger von Rolf Schumacher, der ebenfalls unter den Gästen beim Empfang war, neu im Amt als Bürgermeister und hatte sich gefreut, seinen Amtskollegen von Châteauneuf, Jean-Louis Levesque, persönlich kennenlernen zu dürfen. Lanzrath versicherte, dass auch er die jahrzehntelange Partnerschaft pflegen werde und sich schon darauf freue, 2027 mit einer Delegation nach Frankreich zu reisen.
Diese Worte nahm Levesque begeistert auf und unterstrich in seinem Grußwort die über Jahre und über Generationen gewachsene Freundschaft und Treue zwischen den beiden Kommunen: „Frieden ist niemals selbstverständlich und Freundschaft kann nur durch regelmäßige Begegnungen gelebt werden. Daher freue ich mich, dass so viele junge Menschen mitgereist sind, die unserer Partnerschaft neuen Schwung verleihen.“
Die Bedeutung dieser wichtigen Verbindung unterstrichen auch die beiden Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine Marie-Dominique Würdig-Picard (Alfter) und Vincent Denis (Châteauneuf). Renée Endler, die sich als Jugendwartin für den Alfterer Partnerschaftsverein engagiert und bereits zweimal in Châteauneuf war, unterstrich, dass gegenseitige Freundschaften nur durch regelmäßigen Austausch und Begegnungen wachsen können. Die 16-Jährige schilderte auch, dass sich die jungen Erwachsenen in der Regel auf Englisch miteinander verständigen würden, da leider nur wenige Deutsche Französisch könnten und umgedreht.
Musikalisch umrahmt wurde der Empfang traditionell durch die Chorgemeinschaft Volmershoven-Heidgen. Das Ensemble war 2025 mit 35 Sängerinnen und Sängern nach Châteauneuf mitgereist: „Es war einfach ein tolles Erlebnis, das wir sehr gerne wiederholen würden“, schwärmte Chorleiter Alfons Gehlen.
Nach den Grußworten tauschten Gäste und Gastgeber ihre Geschenke aus.
Fünf Tage lang waren die französischen Freunde auf Besuch im Vorgebirge. Eine der ersten Etappe führten die Besucher zur Freien Waldorfschule nach Bonn-Tannenbusch, an der Würdig-Picard vor ihrem Ruhestand Französisch unterrichtet hat. Dort pflanzten die Gäste als Symbol der deutsch-französischen Freundschaft einen Kirschbaum. Einen zweiten Kirschbaum pflanzten sie gemeinsam mit Bürgermeister Lanzrath auf dem Acker der Solidarischen Landwirtschaft Alfter (SoLaWi) in der Hoffnung, dass beide Bäume langfristig süße Früchte als Zeichen der gemeinsamen Verbundenheit tragen werden.
Auf dem Programm stand auch ein Besuch im Dorfgemeinschaftshaus Gielsdorf, wo die Freunde aus Frankreich mit einer Fähndelschwenkdarbietung des Junggesellenvereins und einer Besichtigung der Pfarrkirche St. Jakobus empfangen wurden. Mit dem Reisebus ging es weiter nach Bonn, zu einem Besuch der Villa Hammerschmidt, einem Rundgang durch das ehemalige Regierungsviertel und schließlich zum Alten Zoll von wo aus die Gäste eine Rheinschifffahrt bis Linz unternahmen.Die Ursprünge der Städtepartnerschaft zu Châteauneuf-sur-Carente im Südwesten Frankreichs, etwa 100 Kilometer nördlich von Bordeaux gelegen, reicht bis ins Jahr 1979 zurück, 1980 wurde der Partnerschaftsverein gegründet. Im kommenden Jahr folgt der Gegenbesuch nach Frankreich, daran möchte auch der Gielsdorfer Junggesellenverein gerne teilnehmen.www.alfter.de/rathaus-politik/
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Redakteur/in:Frank Engel-Strebel aus Bornheim |