Freilichttheater
Ein tierisches Quintett

Die Proben für die neue Inszenierung der Alfterer Freilichtbühne laufen auf Hochtouren.  | Foto: fes
  • Die Proben für die neue Inszenierung der Alfterer Freilichtbühne laufen auf Hochtouren.
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Alfter (fes). Der Countdown läuft, die Vorfreude steigt: Nur noch wenige Wochen sind es bis zur Premiere der neuen Inszenierung „Der Wind in den Weiden“ der Freilichtbühne Alfter. Während der diesjährigen Frühlingsaktion „Alfter bewegt“ gab das Ensemble für die Besucher einen Einblick in die Proben und ließ hinter die Kulissen blicken.

Darum geht es: „Der Wind in den Weiden“, 1908 veröffentlicht von dem schottischen Autor Kenneth Grahame (1859 – 1932), zählt neben „Alice im Wunderland“ und „Peter Pan“ zu den drei erfolgreichsten Kinder- und Jugendbüchern im englischsprachigen Raum, wenn man „Harry Potter“ mal außen vorlässt, schildert Regisseur Dennis Palmen. Das Stück spielt um die Wende des vergangenen Jahrhunderts. Ein junger Maulwurf wird von seiner Familie hinaus ins Leben geschickt um auf eigenen Füßen zu stehen. Doch der Maulwurf ist ziemlich schüchtern und ängstlich. Um ihm Mut zu machen, begleitet ihn eine quirlige, stets singende Wasserratte, die wiederum den schillernden, extrovertierten Kröterich kennt. Zu dritt machen sie sich auf, um die Menschenwelt zu erkunden. Ein weiser Dachs und ein wuseliges Wiesel schließen sich dem ungleichen Trio an. Das Abenteuer beginnt. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten: „Wir wollen natürlich, dass das Publikum neugierig bleibt und werden nicht spoilern“, so Birgit Pinsdorf, die in diesem Jahr zum ersten Mal für die Öffentlichkeitsarbeit für den Theaterverein verantwortlich zeichnet, da der bisherige Pressesprecher Thomas Lehnen die Leitung der Theaterband übernommen hat.

Ein neues Gesicht ist auch Dennis Palmen. Der Düsseldorfer Kulturmanager, Regisseur, Autor und Komponist inszeniert zum ersten Mal ein Stück für die Freilichtbühne Alfter und tritt damit in Fußstapfen des langjährigen Regisseurs Bernhard Altfeld, der sich nach der letzten Inszenierung, „Der Zauberer von Oz“ in 2024 und 2025, für dieses Jahr eine kreative Auszeit gönnt. Palmen hat an verschiedenen Bühnen in Düsseldorf und Neuss bereits Werke für Kinder und Erwachsene inszeniert, mit dem „Wind in den Weiden“ bringt er nun erstmals ein Spiel für die ganze Familie auf die Bühne. Zum Wandertheater kam er über seine Bekannte Mareike Osenau, die zum Verein gehört und dafür bereits einige Stücke mit inszeniert hat.

Dennis Palmen schrieb das Kinderbuch für die Inszenierung um und komponierte fünf Songs, die die Band dann live spielen wird. Die Proben laufen seit April. Wie in den Jahren zuvor auch, werden alle Hauptrollen doppelt besetzt, die Schauspielerinnen und Schauspieler wechseln sich ab oder können einspringen, falls mal jemand krankheitsbedingt ausfällt.

Mit dabei ist wieder Lina Bruns, die sich die Rolle des kessen Kröterichs mit Nadine Orth teilt. Bruns stand schon als Jugendliche als „Tinkerbell“ in „Peter Pan“ auf der Freilichtbühne, in der vergangenen Saison war sie eine der beiden Dorothys in „Der Zauber von Oz“. „Ich bin dankbar, dass ich zum zweiten Mal eine große Rolle spielen darf.“

Auch Ylvi fiebert der Premiere entgegen. Die 15-jährige Bonnerin ist zum zweiten Mal dabei und wird im Sommer eine Dienstmagd spielen

Die Besucher durften auch einen Blick hinter die Kulissen wagen, der Hauptbühne am Buchholzweg, die in diesem Jahr zur „Villa Kröterich“ wird. Jahrelang musste das Ensemble improvisieren, dann gab es Fördergelder und am Ende auch die heißersehnte Baugenehmigung vom Rhein-Sieg-Kreis für den Bau einer Hauptbühne (das Spielgelände liegt im Landschaftsschutzgebiet). Für das Ensemble ein großer Vorteil: „Wir haben damit nicht nur eine feste Bühne, die wir nach Belieben gestalten können, sondern auch die Möglichkeiten unsere Requisiten zu lagern und die Schauspieler können sich umziehen“, betont Birgit Pinsdorf.

Gewandert wird natürlich auch diesmal wieder. Denn die Hauptbühne ist nur eine von drei Spielstätten. Von dort aus geht es in die Tannensenke in die Welt der Wassertiere und von dort hinauf durch den Wald zum Aussichtspunkt Böhling in die Menschenwelt. Und wie immer dürfen sich die Besucher auf viele spannende und lustige Überraschungen am Wegesrand freuen. Übrigens: Stehen muss niemand, alle Zuschauer bekommen wieder ein Klappstühlchen.

Infos kompakt

Öffentliche Generalprobe: Samstag, 4. Juli.

Premiere am Sonntag, 5. Juli.

Gespielt wird jeweils samstags und sonntags bis zum 19. September. Während der Sommerferien ist Spielpause. Am Samstag, 11. Juli, und Sonntag, 13. September, finden die Aufführung wieder mit simultaner Übersetzung in die deutsche Gebärdensprache statt.

Beginn ist jeweils um 15 Uhr. Einlass (mit Vorprogramm) etwa 30 Minuten vorher.

Spielort: Buchholzweg/Ecke Hühnerbuschweg unterhalb des Friedenswegs in 53347 Alfter-Ort.

Anreise: Direkt an der Bühne gibt es keine Pkw-Parkplätze. Zweiräder können aber abgestellt werden.

Es empfiehlt sich die Anreise mit Bus oder Bahn. Kostenlose Parkplätze gibt es auf dem Herrenwingert. Fußweg von dort aus zur Bühne ca. 15 Minuten.

Eintritt/Preise: Karten sowie weitere Informationen gibt es im Vorverkauf unter www.freilichtbuehnealfter.de oder bei Gabis Fotowelt, Am Herrenwingert 14, Alfter-Ort,

Kinder: 10 Euro, Erwachsene 15 Euro. An der Tageskasse: 3 Euro Aufschlag.

Aktuelle Infos gibt es auch auf YouTube, Facebook und Instagram.

Redakteur/in:

Frank Engel-Strebel aus Bornheim

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