Ministerin besuchte Alfter
Mut neue Wege zu gehen

Der Rohbau steht, im Sommer sollen die Kinder einziehen: Ministerin Ina Scharrenbach (3. von links) informierte sich über die Kita am Oedekovener Rathaus.
  • Der Rohbau steht, im Sommer sollen die Kinder einziehen: Ministerin Ina Scharrenbach (3. von links) informierte sich über die Kita am Oedekovener Rathaus.
  • Foto: Frank Engel-Strebel

Alfter (fes). Holz statt Beton: Die Gemeinde Alfter setzt darauf, möglichst nachhaltig zu bauen. Das gilt sowohl für öffentliche Projekte, aber auch für Investoren, die Bauvorhaben in der Gemeinde realisieren möchten. Landesbauministerin Ina Scharrenbach (CDU) interessierte sich für diese Ideen: Sie schaute sich nun zwei aktuelle Baumaßnahmen in Alfter an und fand anerkennende Worte: „Sie gehen mit vielen guten Beispielen voran. Es braucht Mut diese neuen Wege zu gehen.“Landrat Sebastian Schuster, Alfters Bürgermeister Rolf Schumacher, der Kreis- und Landtagsabgeordnete Oliver Krauß (alle CDU) sowie Reimar Molitor (Vorstandsmitglied des Vereins Köln-Bonn) begrüßten die Ministerin vor dem Rathaus in Oedekoven, wo sie sich zunächst den Neubau der Kindertagesstätte direkt neben dem Rathaus ansah.Seit 2019 wird dort eine vierzügige Einrichtung in vorgefertigter Modulholzbauweise gebaut. Im Sommer, mit Beginn des Kita-Jahres 2022/23, sollen dort 65 Mädchen und Jungen, darunter zehn Unterdreijährige und eine integrative Gruppe einziehen können. Rund 774 Quadratmeter stehen den Kindern dann zur Verfügung.

Der Bau soll Ende März/Anfang April fertiggestellt sein. Gut ein Dreivierteljahr später als geplant, wie Projektleiter Sebastian Adams von der Firma Holzbau-Fertigbau Adams aus Niederzissen erklärte. Gründe für die Verzögerung waren der Rohstoffmangel und die damit verbundenen gestiegenen Preise für die Holzbeschaffung, aber auch coronabedingte Personalengpässe. Die Gemeinde als Trägerin der Einrichtung investiert in den Bau rund 4,4 Millionen Euro. Wegen der gestiegenen Materialkosten wurde die Kita rund 400.000 Euro teurer als ursprünglich veranschlagt. Der Bedarf an Betreuungsplätzen ist Bürgermeister Schumacher zufolge enorm: „Bereits jetzt haben wir eine Warteliste.“ Doch es braucht nicht nur neue Kindergartenplätze, sondern auch qualifiziertes Fachpersonal, das überall händeringend gesucht wird: „Wir haben in Alfter großes Glück bei der Personalgewinnung“, freute sich Schumacher. Oliver Krauß führte dies auf die moderne Kita zurück, die attraktive Arbeitsplätze biete. Auch technisch ist der Bau auf dem neuesten Stand mit einer Photovoltaikanlage, zentraler Wärmeerzeugung sowie Dachbegrünung. Danach stattete Ina Scharrenbach dem neuen Studierendenwohnheim auf dem Campus II der Alanus Hochschule an der Villestraße einen Besuch ab. 122 Appartements mit einer Gesamtwohnfläche von 2.500 Quadratmetern entstehen dort derzeit. Das Troisdorfer Investorenehepaar Eric und Sabine Schütz investiert in die Anlage 10 Millionen Euro. Bis auf wenige Restarbeiten ist der Bau fertiggestellt. Die Investoren ließen den Komplex ebenfalls unter nachhaltigen Aspekten errichten. Gerade einmal 600 Kubikmeter Holz und 900 Kubikmeter Stahl wurden verbaut, der Rest entstand als Holzständerwerk. Strom erzeugt die Photovoltaikanlage auf dem Dach mit einem stationären Batteriespeichersystem, Die Beheizung erfolgt per Wärmepumpe. Die Studierenden leben unter dem Zeichen der Jakobsmuschel, denn unweit des Campus‘ führt ein Teil des Jakobsweges (Englisch „Way of Saint James“) nach Santiago de Compostela vorbei. Daher trägt das Wohnheim den Namen „Jaimee – Home On Your Way“. Weitere Appartementhäuser im „Jaimee“-Stil möchten die Investoren künftig auch an anderen Standorten in der Region realisieren. Ministerin Scharrenbach erklärte, dass sie hoffe, dass es noch viele weitere Projekte nach dem Alfterer Vorbild geben werde.

Redakteur:

Frank Engel-Strebel aus Bornheim

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