Sportlerehrung
Top-Leistungen gewürdigt
- Beim Gruppenfoto der geehrten Sportlinnen und Sportler wurde es eng auf der Bühne.
- Foto: Torsten Beulen/Stadt Zülpich
Zülpich (red). „Zülpich ist eine Sportstadt!“ Mit dieser Feststellung lag Bürgermeister Ulf Hürtgen einmal mehr richtig als er jetzt 25 Einzelsportlerinnen und -sportler und 16 Mannschaften zur mittlerweile schon traditionellen Sportlerehrung der Stadt Zülpich begrüßen konnte. Bei der Festveranstaltung in der Schützenhalle Mülheim-Wichterich wurden sie für ihre im Jahr 2024 erzielten sportlichen Leitungen geehrt.
Bürgermeister Hürtgen unterstrich in seiner Begrüßungsrede die Wichtigkeit des Sports für ein funktionierendes Sozialsystem: „Unterschiedliche Hautfarben, Herkunft, Sprache und Religion spielen im Sport keine Rolle. Man lernt, Regeln zu akzeptieren und mit Erfolg, aber auch mit Niederlagen umzugehen.
Gerade die Vereine sind ein wichtiger Faktor für die Prägung von Sozialverhalten.“
„Der Zülpicher Sport ist in aller Munde“, stellte Timm Fischer, der Vorsitzende des Ausschusses für Schulen, Soziales, Sport und Kultur, in seinem Grußwort fest. Mit dem TuS Zülpich habe man sogar den größten Sportverein im Kreis Euskirchen vor der eigenen Tür. „Die Politik“, so Fischer weiter, „versucht, ihren Beitrag dazu zu leisten, die Voraussetzungen für Eure Erfolgsstorys positiv zu begleiten, und vielleicht ist es kein Zufall, dass die SG Eifelland hier das zweite Jahr in Folge auf die Bühne kommen wird.
Der neue Kunstrasenplatz scheint gute Fußballer anzulocken. Das sind kleine Beispiele, über die wir uns freuen dürfen.“
Im Lauf des Abends wurde deutlich, dass Zülpicher Sportlerinnen und Sportler aber nicht nur auf lokaler Ebene erfolgreich sind, sondern auch national und sogar international für Furore sorgen: Beispielhaft ist hier Florian Tempel zu nennen: Der 16 Jahre alte Segler des Ruder- und Segelclub Zülpich (RSCZ) gehört seit Jahren zu den Besten seiner Altersklasse in Deutschland. Im vorigen Jahr wurde er nicht nur nordrhein-westfälischer Landesjugendmeister in der Bootsklasse Open Skiff, bei zahlreichen Regatten in ganz Deutschland landete er zudem ganz oben auf dem Treppchen. Und nicht zuletzt nahm Tempel 2024 an der Weltmeisterschaft am Gardasee teil, wo er auf Platz 15 landete.
Tempels Vereinskollege André Hauschke hat den RSCZ im vorigen Jahr ebenfalls auf internationaler Ebene vertreten. Bei der Internationalen Europameisterschaft am Gardasee wurde er in der Hobie 14-Klasse Vierter und damit bester deutscher Teilnehmer. Außerdem nahm der 61-Jährige auf einem Sportkatamaran am „Worrell 1000“ teil. Bei der längsten Sportsegelregatta der Welt segeln die Teilnehmer mehr als eintausend Seemeilen an der Ostküste der USA entlang. Jeder, der hier das Ziel erreicht, darf sich als Sieger fühlen.
Auch Alexis Klein durfte die Römerstadt Zülpich in 2024 auf internationaler Ebene vertreten. Aufgrund ihrer besonderen Erfolge auf Bezirks-, Diözesan- und Bundesebene qualifizierte sich die 17 Jahre alte Sportschützin der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Bessenich für das Europaprinzenschießen im österreichischen Mondsee.
Und dann ist da noch Lisa Mauel: Die 18 Jahre alte Leichtathletin des TuS Chlodwig Zülpich ist deutsch-landweit eine der besten 400-Meter-Läuferinnen in ihrer Altersklasse. Bei den Deutschen U18-Meisterschaften im vorigen Jahr verpasste sie den Sprung aufs Podest nur knapp und erreichte - mit neuer persönlicher Bestzeit - einen starken vierten Platz. Für sie hielt Bürgermeister Ulf Hürtgen sogar noch eine besondere Überraschung bereit, denn er konnte Lisa Mauel zusammen mit ihren Trainern Manfred Wollersheim und Markus Mollek neben Pokal, Urkunde und einem kleinen Präsent der Stadt Zülpich auch noch gleich zwei Bestennadeln des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) für ihre Leistungen über 400 Meter und 400 Meter Hürden überreichen.
Bürgermeister Hürtgen hob aber nicht nur die erzielten Erfolge hervor, sondern verwies auch auf das vielfältige Sportangebot, das in Zülpich und seinen Ortsteilen geboten wird: „Wer kann schon eine Bandbreite vom Tanzsport über Basketball und Baseball bis zum Segeln vorzeigen?“, so Hürtgen. Das zeigte sich bei den Ehrungen, aber auch beim Rahmenprogramm. Denn für den unterhaltsamen Teil zeichnete sich in diesem Jahr die KG Schwerfe bliev Schwerfe verantwortlich.
Deren Jugendgarde präsentierte den rund 250 Gästen ein flottes Tänzchen auf der Bühne der Schützenhalle Mülheim-Wichterich und wurde im Anschluss ebenfalls geehrt – für Platz 1 bei den letztjährigen Verbandsmeisterschaften im Gardetanz und der damit verbundenen Qualifikation für die Norddeutschen Meisterschaften.
Redakteur/in:Ulf-Stefan Dahmen |