Heimatshoppenund Autoschau
Wiehl rollt in die Zukunft
- Organisatoren und Veranstalter konnten am Ende mehr als zufrieden sein und zogen ein positives Fazit.
- Foto: Stadt Wiehl
Wiehl (red). Elektroautos neben historischen Lastwagen, Rennwagen aus Carbon neben Simson-Mopeds, Kunstwerke in Schaufenstern und Tausende Besucher in den Straßen: Die Wiehler Innenstadt zeigte sich am Sonntag von ihrer lebendigsten Seite. Mit der 23. Auto Mobil Schau fand die Aktionswoche „Heimat shoppen“ ihren Höhepunkt und Abschluss zugleich.
Wer durch die Innenstadt bummelte, konnte erleben, wie vielfältig Mobilität heute ist. Die Autohäuser Hoppmann, Stahlhacke, Schumacher, Kaltenbach und Fischer präsentierten ihre aktuellen Modelle, vom Fahrzeug für Fahranfänger über Familienautos bis hin zu Geländewagen und Pick-ups. Besonders stark nachgefragt waren Elektro- und Hybridfahrzeuge, die für viele Besucher angesichts steigender Kraftstoffkosten zunehmend interessant werden.
Doch die Veranstaltung drehte sich längst nicht nur um Autos. Wiehls Mobilitätsmanager Daniel Schenk stellte gemeinsam mit Teilnehmern des Radlerstammtischs Überlegungen zur Weiterentwicklung des Radwegenetzes vor. Künftig sollen auch Feld- und Waldwege stärker in die Planungen einbezogen werden, um attraktive Verbindungen innerhalb der Region zu schaffen.
Praktische Innovationen zeigte das Unternehmen Schwalbe mit einem neuen Ventilsystem für Fahrräder, das das Aufpumpen deutlich erleichtern soll. Zukunftsperspektiven präsentierte zudem BPW Bergische Achsen. Auf dem Auflieger eines 40-Tonnen-Lkw informierten Auszubildende über die rund 16 Ausbildungsberufe des Unternehmens. Für das Ausbildungsjahr 2027 sucht BPW mehr als 30 Nachwuchskräfte.
Für viele Besucher gehörte die Oldtimerschau auf dem Weiherplatz zu den Höhepunkten des Tages. Mehr als 60 historische Fahrzeuge, Sportwagen und Zugmaschinen erinnerten an vergangene Jahrzehnte der Mobilitätsgeschichte. Möglich wurde die Ausstellung durch das Engagement der Oldtimerfreunde Udo Dabringhausen und Wilfried Maxeiner. Zu den besonderen Hinguckern zählte ein Freightliner FLD 120 von Günter Jung. Ergänzt wurde die Schau durch die Simsonfreunde Oberberg, die zahlreiche der kultigen DDR-Mopeds präsentierten.
AutomobileZukunftDen Blick weit nach vorn richtete dagegen das „Formula Student Electric Team“ der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Rund 60 Studierende entwickeln dort elektrische Rennwagen. Das aktuelle Modell beschleunigt mit vier radnahen Motoren und einem 600-Volt-Akku in nur 2,3 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer.Von der großen Besucherresonanz profitierten auch Handel, Gastronomie und Kultur. Die Geschäfte luden mit Aktionen und Angeboten zum Stöbern ein und präsentierten zugleich Werke der 3. Wiehler Kunstmeile. Im Rathaus waren die Bilder der Ausstellung „Mein Bild für Wiehl“ zu sehen, die Schülerinnen und Schüler im Sommer gestaltet hatten. Bürgermeister Ulrich Stücker zog am Ende ein positives Fazit. Die Stadt könne zwar die Rahmenbedingungen schaffen, entscheidend seien jedoch die Ideen und das Engagement der Menschen vor Ort. Genau davon gab es an diesem Sonntag in Wiehl reichlich zu erleben.
Redakteur/in:Ulf-Stefan Dahmen |