Wieder ein wunderschönes Open-Air im Spatzengarten
RheinKlang 669 Wohnzimmerkonzert mit Nice'n'Breezy und Nachwuchsmusiker
- Zugabe: "Nothing Else Matters", präsentiert von Nice'n'Breezy und Nachwuchsmusiker Jonathan Landsch beim RheinKlang 669 Wohnzimmerkonzert im Spatzengarten von Mines Spatzentreff.
- Foto: Anita Brandtstäter
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Wesseling. Sommer, Musik und eine wunderbar entspannte Atmosphäre – das 89. Wesselinger Wohnzimmerkonzert von RheinKlang 669 in Mines Spatzentreff hatte am Freitag wieder alles zu bieten, was einen gelungenen Konzertabend ausmacht. Bei angenehm sommerlichen Temperaturen verwandelte sich der „Spatzengarten“ erneut in eine stimmungsvolle Open-Air-Bühne. Für musikalische Vielfalt sorgte das Duo Nice'n'Breezy mit einem abwechslungsreichen Mix aus Pop, Jazz und Latin – ergänzt durch den Auftritt eines Nachwuchsmusikers.
Anita Brandtstäter vom Organisationsteam von RheinKlang 669 freute sich, zahlreiche bekannte Gesichter, aber auch neue Gäste begrüßen zu können. Denn genau das gehört zum Konzept der Wohnzimmerkonzerte: Eintritt frei – der Hut geht 'rum. So möchte der Wesselinger Kulturverein allen Menschen unabhängig vom Geldbeutel den Zugang zu Live-Musik ermöglichen. Und immer wieder finden dabei auch Gäste den Weg nach Wesseling, die bislang weder bei einem Wohnzimmerkonzert waren noch RheinKlang 669 kannten.
Mit Sabine Galuschka (Gesang) und Johannes Bongartz (Gitarre) standen zwei bestens aufeinander eingespielte Musiker auf der kleinen Bühne. Nice'n'Breezy sind in Mines Spatzentreff längst gern gesehene Gäste. Bereits 2019, 2020, 2023 und 2024 hatten sie das Publikum begeistert – und auch diesmal bewiesen sie eindrucksvoll, warum sie immer wieder gerne zurückkehren.
Leicht, luftig und ausgesprochen vielseitig präsentierten die beiden ihr Programm. Schon der Einstieg mit Cole Porters Jazz-Klassiker „Night and Day“ machte Lust auf mehr. Es folgten unter anderem Jason Mraz' „I'm Yours“, Edith Piafs unvergängliches „La vie en rose“ und „Upside Down“ von Diana Ross. Mit „Autumn Leaves“ gab es einen weiteren Jazz-Standard, während „Je veux“ und später „Comme ci, comme ça“ von Zaz für französisches Flair sorgten. Auch „Put Your Records On“ von Corinne Bailey Rae und Harry Styles' „Late Night Talking“ fügten sich wunderbar in den sommerlich entspannten musikalischen Streifzug ein.
Sabine Galuschka führte dabei nicht nur mit viel Sachkenntnis, sondern ebenso locker und sympathisch durch das Programm. Besonders bei den französischen Chansons von Zaz konnte sie mit ihrer ausdrucksstarken Stimme überzeugen. Johannes Bongartz erwies sich einmal mehr als kongenialer Partner an der Gitarre. Der Musiker hat ein Jazzstudium an der Hochschule der Künste Arnheim absolviert und versteht es, unterschiedlichste musikalische Stile mit großer Leichtigkeit miteinander zu verbinden.
Und wie schon bei früheren Auftritten von Nice'n'Breezy gab es auch diesmal eine besondere Überraschung: Das Duo gab einem Nachwuchsmusiker die Gelegenheit, Bühnenerfahrung zu sammeln. Der 16-jährige Jonathan Landsch sang und spielte Gitarre und stieg bereits vor der Pause für die letzten drei Titel mit ein. Für ihn war es ein echtes Debüt – das er bravourös meisterte. Kein Wunder: Johannes Bongartz ist sein Gitarrenlehrer in der Kreuzkirche. Dort leitet Bongartz außerdem die Jugendband „Cantina“ sowie das Gitarrenensemble „Sechs-Uhr-Dreißig“.
Nach der Pause ging es mit ebenso viel Spielfreude weiter. Bruno Mars' „Locked Out Of Heaven“, Duran Durans „Ordinary World“, „Drops of Jupiter“ von Train und „Walking on the Moon“ von The Police zeigten die enorme stilistische Bandbreite des Abends. Mit „Energies“, einer eigenen Komposition von Sabine Galuschka und Johannes Bongartz, gab es zudem eine ganz persönliche musikalische Note. Rockige Akzente setzten anschließend unter anderem „More Than a Feeling“ von Boston und „Here I Go Again“ von Whitesnake.
Als das Programm beendet war, holte Anita Brandtstäter Jonathan Landsch noch einmal nach vorne. Für eine Zugabe musste nicht lange gebeten werden. Ein rundum gelungener Sommerabend brachte viel Applaus für die drei Musiker. Der Nachwuchsmusiker spielte gemeinsam mit Nice'n'Breezy zwei besondere Zugaben: „Nothing Else Matters“ von Metallica und „Blackbird“ von den Beatles. Beim Beatles-Klassiker wurde es ein wenig verspielt: Eine Zuhörerin durfte mit einem kleinen Instrument von Sabine Galuschka das charakteristische Vogelgezwitscher ergänzen.
Anita Brandtstäter dankte den Akteuren des Abends herzlich für ihre musikalische Leidenschaft und insbesondere auch Mine Murzoglu, der Gastgeberin und Inhaberin von Mines Spatzentreff. Sie hatte den Konzertabend unter nicht ganz einfachen Bedingungen ermöglicht: Aus zwei Fenstern des Nachbarhauses erklang während des Konzerts zeitweise lautstark klassische Musik. Doch dadurch ließ sich die gute Stimmung im „Spatzengarten“ nicht vertreiben.
Nun gibt es zunächst eine Sommerpause. Allzulange müssen Musikfreunde allerdings nicht warten: Am 4. September steht mit Villa Amarilla eine Jazzband auf dem Programm, deren Wurzeln in der inspirierenden Gelben Villa in Hürth liegen. Am 11. September folgt dann eine zweite literarische Begegnung mit J. K. Roggenbach, der seine ganz neue Biografie „Alles hat seine Zeit“ vorstellen wird – mit seiner Musik. Auch die Kunst kommt in Mines Spatzentreff nicht zu kurz: Aktuell sind noch die Arbeiten von Nico „KAPA“ Eschweiler zu sehen, der aus der Graffiti-Szene kommt. Ab 19. September präsentiert anschließend Adam Sochaj seine Acryl- und Ölbilder zum Thema „Leben und Landschaft an der Ahr“.
Und ein ganz besonderes musikalisches Highlight steht außerdem vor der Tür: Die 9. Wesselinger Lichter, organisiert von RheinKlang 669, laden am 5. September an die mit Kerzenlaternen beleuchtete Rheintreppe zum KD-Anleger ein. Mit dabei sind das Jamaa Dance Studio, Celtic Fire, Donatella Bagpiper, RheinSamba und TheRockClaxxiX feat. Marry S. So darf man sich schon jetzt auf die nächsten musikalischen und kulturellen Höhepunkte in Wesseling freuen.
LeserReporter/in:Anita Brandtstäter aus Köln |
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